Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer, der Betrieb der Plattform wurde eingestellt. Es können daher hier leider keine weiteren Beiträge veröffentlicht werden. Die Beantwortung ist geschlossen. Nutzen Sie bei Fragen an das BMELV gerne künftig die Internetseite des BMELV: www.bmelv.de

Archiviert
Autor C. Holzapfel am 06. August 2010
3565 Leser · 72 Stimmen (-5 / +67)

Tierschutz

Angelschein auf Diät!

Hallo Frau Bundesministerin,

ich bin Student im höheren Semester und habe erst seit kurzem durch diverse Ausflüge ins Ausland das Angeln für mich entdeckt - es macht mir Spass und ich kann ideal entspannen, nicht nur Hemingway. Laut meines Wissens sind für einen Fischereischein in D 30 Unterrichtsstunden notwendig, die Prüfung findet hauptsächlich einjährig statt, in meiner Region jeweils im Oktober. Für meinen Studiengang und für sicherlich weitere (systemkopfrelevante), werden in der vorlesungsfreien Zeit durchweg Klausuren geschrieben, aber auch im Semester sind durch Vorlesungen und begleitende Seminararbeiten für 30 Stunden Fischvorlesung einfach keine Zeit mehr! Zum Vergleich:
- Dauer für einen 1. Hilfe Kurs, der nachweislich Menschenleben retten kann: ein Vormittag.
- Eine Vorlesungreihe in einem Semester über "electrical engineering and computer science" des MIT: 23 Stunden (kann man sich online anschauen)
- Man kann in den USA sein PhD an manchen Unis in manchen Fächer online machen, einen Online-Fischerlehrgang gibt es nicht.

Hand aufs Herz, sind wir mit den 30 Stunden für den Angelschein nicht etwas vom Weg des gesunden Menschenverstandes abgekommen? Ich sehe für meine zukünftigen, heimishen Entspannungstage schwarz.
Nun zu meiner konkreten Frage. Ist eine Konzentration des Lehrganges auf eine angemessene Zeit und den wesentlichen Inhalt aufgrund der vermehrten Teilnahme nicht zweckführender zum Lernen des sachgerechten Tötens von Fischen und dem Belehren in dem nachhaltigen Umgang mit der Fischwelt (Fangmaße) (und bspw. den Trends von Niedersachsen entgegenwirkend).

Ich weiss, Ihre Zuständigkeiten dieszebüglich sind wahrscheinlich hauptsächlich die Aspekte der Fischwelt, die Struktur des Anglervereinwesens und dessen Interessen (€€€) wird wohl bei einer solchen Überlegung die Hauptrolle spielen, wenn wir ehrlich sind, aber irgendwo müssen wir ja beim Bürokratieabbau anfangen - und warum nicht bei dem, was uns Freude macht, uns mit unserem Land und deren einzigartigen Natur verbindet.

Mit freundlichen Grüßen,
Christoph Holzapfel
(Dipl.-Wirtsch.-Ing.)

+62

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.