Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer, der Betrieb der Plattform wurde eingestellt. Es können daher hier leider keine weiteren Beiträge veröffentlicht werden. Die Beantwortung ist geschlossen. Nutzen Sie bei Fragen an das BMELV gerne künftig die Internetseite des BMELV: www.bmelv.de

Archiviert
Autor Jörg D. am 09. August 2010
3975 Leser · 80 Stimmen (-1 / +79)

Verbraucherschutz und Verbraucherrechte

"Bis zu 19 % Zinsen bei Kontoüberziehung"

Sehr verehrte Frau Bundesministerin Aigner,

in der aktuellen Ausgabe der Rheinischen Post vom 07. August d. J. konnte man die o.g., erschütternde Überschrift und den folgenden Artikel lesen:

"Kunden der Commerzbank etwa müssten bei Überziehungen 18,74 % Zinsen zahlen, teilte die Grünen-Bundestagsfraktion unter Berufung auf eine eigene Erhebung mit. .....Ähnlich hoch seien die Zinsen bei der Deutschen Bank mit 17,75 % bei Überziehungen. ....laut Frankfurter Finanzberatung FMH verlangen Deutschlands Banken und Sparkassen derzeit im Schnitt 15,75 % Überziehungszinsen und 11,21 % Dispozinsen. ....Die Sparkasse Oberhausen fordere 19,25 % (!!!) Überziehungszinsen und 13,25 % Dispozinsen, teilte die Grünen-Fraktion mit, die für die Erhebung ausschließlich Sparkassen in NRW ausgewertet hat. ..... Finanzexperten kritisieren immer wieder, dass Dispo- und Überziehungszinsen in den vergangenen Monaten angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise weniger stark gesunken sind als Anlagezinsen etwa für Tages- und Festgeld. Für Tagesgeld bekommen Sparer nach Angaben von FMH im Schnitt derzeit 1,07 % Zinsen bei einer Anlagesumme von 5.000 Euro."

Sehr verehrte Frau Bundesministerin Aigner, wir Bundesbürger stützen seit nunmehr fast 2 Jahren Banken mit Steuergeldern, die sich durch unbeschreiblich schlechtes Management und extrem spekulative Finanzkonstruktionen (US Hypotheken Papiere), selber in Schwierigkeiten gebracht haben! Im Falle von Commerzbank AG und Hypo Real Estate hätten diese Spekulationen, ohne unsere Steuergelder, gar zur Pleite dieser Institute geführt! Die Hypo Real Estate musste schließlich ja zwangsverstaatlicht werden, bei der Commerzbank AG ist der Staat Großaktionär!

Leider endet die Subvention der Banken nicht mit unseren Steuergeldern! Ebenfalls die, auch im historischen Vergleich, unfassbar niedrigen Festgeldzinsen i. H. von knapp über 1 % sind verglichen mit den an Wucher grenzenden Überziehungszinsen letztendlich eine Subvention der Banken durch alle Bundesbürger!

Wenn Banken Zinsen i. H. von 1 % für Festgeld zahlen, aber bis zu 19,25 % für Überziehungszinsen verlangt werden - und diese Zinssätze, wie die Grünen-Bundesfraktion feststellt, keine Seltenheit darstellen, dann darf doch die Frage erlaubt sein, ob hier nicht alle Beteiligten wegsehen?!

Die Bilanzen und die entsprechenden Eigenkapitalrelationen der Banken sind schlecht! Dass aber, sehr verehrte Frau Bundesministerin Aigner, haben sich inkompetente Bankenmanager selber eingebrockt! Warum müssen wir Bundesbürger, die mit diesen mageren Zinsen nun auskommen müssen, für die wilden Spekulationen dieser Manager mehrfach bluten?

Wie sollen hart arbeitende Menschen ihre Altersvorsorge, damit sie nicht, wie diese Banken, dem Staat zur Last fallen, bei diesen "Mickerzinsen" finanzieren?

Wenn zwischen Festgeldzins und Kreditzins eine Spanne von bis zu 18 % liegt, der Kreditzins somit 1.800 % (eintausendachthundert Prozent) höher liegt, als der Einlagezins, dann sind die Bankenbilanzen in wenigen Jahren auf Kosten der Bankkunden saniert!

Ich kann mir jetzt schon ausmalen, wie die Überschriften in den Zeitungen lauten, wenn sich die gleichen Manager wieder Millionen Boni zahlen!

Sehr verehrte Frau Bundesministerin Aigner bitte machen Sie doch Ihren Einfluss geltend, damit wir Bürger nicht noch mehr von Banken ausgenommen werden!

Dass wir alle mit unseren Steuergeldern unkompetente und hochspekulative Bankenmanager subventioniert haben, müsste eigentlich reichen!

Vielen Dank für Ihren Einsatz und Ihre Bemühungen!

Mit freundlichen Grüßen

Jörg D.

+78

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.