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Autor Edgar Guhde am 20. Mai 2010
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Tierschutz

Enthornung von Rindern

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner,

von den Tierschutzproblemen scheint mir das der Enthornung von Rindern und deren Kälber besonders wenig beachtet zu werden. Nach Pressemeldungen werden mindestens 80 % aller Rinder enthornt. Als Begründung wird die Verletzungsgefahr insbesondere durch die Rangkämpfe angegeben.
Den Kälbern werden die Hornzapfen meistens weggebrannt; die Wunden werden dabei „kauterisiert“, das offene Gewebe, Nerven und Blutgefäße werden verschmort. Bauern setzen Elektrokolben und Brennstäbe ohne Betäubung ein, auch Ätzkalistifte werden verwendet. Kälber zeigen während und nach der Zerstörung der Hornanlagen erhebliche Schmerzäußerungen! (H.H. Sambraus, Rind. In: Das Buch vom Tierschutz, Ferdinand Enke, Stuttgart 1997, S. 122)
Hörner sind Teil des Schädelknochens, deren – in jedem Fall schmerzhafte und naturwidrige – Amputation Veränderungen der Kühe zur Folge haben: Beim Schädelbau und bei der Methanausscheidung.
Enthornungen sind überflüssig, wenn es ein richtiges Herdenmanagement gibt, also geeignete Gruppengrößen mit genügend Platz.
Frage: Wie wird garantiert, dass die Enthornungen, wenn sie denn unbedingt in Ausnahmefällen nötig sein sollten, fachgerecht und mit hinreichender Betäubung durchgeführt werden?

Über Ihre Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichem Gruß
Dipl.-Pol. Edgar Guhde
Düsseldorf

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