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Autor Martin Hintenach am 15. Juli 2010
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Verbraucherschutz und Verbraucherrechte

GEZ und Internet

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner,

über die Internetplatform direktzu.de/Aigner habe ich mich sehr gefreut. Ein Anliegen in Sachen Internet/GEZ/Medien habe ich:

Als das Internet in den 90er Jahren aufkam, standen Textdaten, Bankverkehr (als Ersatz für das BTX) und E-Mails im Vordergrund. Später kamen vermehrt Zeitungen (Spiegel, Focus, Zeit etc.) ins Internet. All dies soweit kostenlos. Für mich als Wissenschaftler waren zudem die Zugriffe auf Bibliotheksangebote (z.B. Web of Science) sehr wichtig für die Recherche vom Schreibtisch aus. Dies waren teilweise auch Dienste, die bewusst abonniert werden mussten, was normalerweise vom Rechenzentrum aus geschah.

Nach einem Angebot für Webradio oder Internet-TV habe ich nie gefragt. Wie kann es sein, dass jemand freiwillig ein Angebot an das weltweite (!) Internet macht und einen Teil der Nutzer (in Deutschland) zwingt, dieses zu bezahlen (GEZ). Konkret störe ich mich am ab 2013 kommenden Zwang GEZ-Gebühren zu entrichten, obwohl ich bewusst keinen Fernseher habe, das Internet nur zu bisherigen Kommunikation benutze (und zwingend brauche). Diesem Angebot kann ich mich gar nicht entziehen, z.B. durch eine Verschlüsselung o.ä. Das Fernsehen ist ein unidirektionaler Kanal mit eher zentralisierten Strukturen. Das Internet ist bidirektional und dezentralisiert. Die Abgabe könnte ich gut verstehen, wenn der Zugang eingeschränkt würde auf einen Nutzerkreis, der Interesse hat. Dies wäre mit Zugangsbeschränkungen einfach möglich. Ist die Belastung der einzelnen Haushalte durch meist hohe Grundgebühren nicht ohnehin schon sehr hoch?

Mit besten Grüssen
Ihr
Martin H.

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