Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer, der Betrieb der Plattform wurde eingestellt. Es können daher hier leider keine weiteren Beiträge veröffentlicht werden. Die Beantwortung ist geschlossen. Nutzen Sie bei Fragen an das BMELV gerne künftig die Internetseite des BMELV: www.bmelv.de

Archiviert
Autor jacky gleich am 10. November 2009
3064 Leser · 10 Stimmen (-2 / +8)

Landwirtschaft

massentierhaltung

sehr geehrte frau aigner

eigentlich betrifft mein anliegen mehr bereiche als nur die landwirtschaft, u.a. auch gesunde ernährung, tierschutz, verbraucheschutz, agrarförderung. das zeigt letztlich nur, wie eng verknüpft alle bereiche miteinander sind.
wir leben in einer durch sanften tourismus geprägten gegend in mecklenburg. es gibt viele naturschutzgebiete, erhaltenswerte urstromtäler etc.
seit einigen jahren läßt sich eine zunahme von großställen für massentierhaltung - kühe, schweine und hühner feststellen.
es hat sich bereits massiver bürgerwiderstand formiert.
in amtlichen schreiben wird jeweils darauf hingewiesen, dass die einwände der gemeinden zwar wahrgenommen werden, für die entscheidung für solche projekte aber nicht maßgeblich sind.

mich interessiert, ob sich diese regelung mit ihrem demokratieverständnis vereinbaren läßt?

aktuell soll hier zwischen zwei dörfern hier eine massenanlage für legehennen durch einen ansässigen bauern genehmigt werden. dadurch werden massiv die interessen aller anderen bewohner beschädigt, bis hinzur drohenden insolvenz eines pädagogischen bauernhofes mit ferienwohnungen.
abgesehen von der tierquälerei, der gesundheitlichen belastung durch ammoniak und die luft verwirbelte arzneirückstände, ist das vereinfachte BImSchG-verfahren zur genehmigung von 39 990 hennen zweifelhaft.
10 hühner weniger dürften kaum weniger emmissionen verursachen als 40.000

ich bitte sie dringlich, sich dafür einzusetzen, dass sich die entsprechenden zulassungsstellen, z.b. das StAUN in schwerin, nicht weiterhin über die fundierten gegeargumente der menschen, die mit solchen fragwürdigen projekten leben müssen, hinwegsetzen.
das muss anders geregelt werden, z.b. in öffentlichen anhörungen, wo auch der betreiber entsprechend sein vorhaben darstellen müsste.

vielen dank für ihre antwort
mit freundlichen grüße

jacky gleich
grafikerin und mutter von 4 kindern

+6

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.