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Autor Stefan Chacko am 24. August 2015
1357 Leser · 6 Stimmen (-3 / +3) · 6 Kommentare

BER - Allgemein

BER

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich würde ihnen gerne eine Frage stellen. Kann der Flughafen Tegel nicht dauerhaft als Regierungsterminal umgebaut und genutzt werden? Nach Zeitungsberichten wäre das möglich. Damit hätte man einen Flughafen für internationale Staatsgäste in der Nähe des Regierungsviertels und müsste kein neues Terminal in Schönefeld bauen. Außerdem würde der Fluglärm dort stark abnehmen und man hat dann auch weniger Kapazitätsprobleme am neuen Flughafen. Nächste Frage: Ich habe gelesen, dass der Flughafen eine Fehlplanung der Ingenieure ist und deutlich zu klein geplant ist. Stimmt das? Gibt es Überlegungen für einen weiteren Flughafen z.B. im Norden der Stadt, wo auch der Bevölkerungsschwerpunkt ist, oder im Westen Richtung Magdeburg? Angeblich hat das Land Sachsen- Anhalt Interesse an einer Zusammenarbeit und es gab schon einmal Planungen für einen Berliner Flughafen in Sachsen Anhalt.

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  2. Autor Stefan Chacko
    Kommentar zu Kommentar 5 am 01. September 2015
    6.

    Herr Faulenbach da Costa hat in vielen Artikeln den BER kritisiert. Herr Faulenbach da Costa ist Ingenieur und Flughafenplaner. Er hat auch am Fraport als Planer gearbeitet. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es mit seiner Analyse durchaus seine Bewandtnis hat. Wenn Herr Faulenbach da Costa unter anderem von einem Vokuhila Terminal spricht und damit meint, dass das zentrale Abfertigungsterminal eine Fehlplanung ist, dann sollte man sich auch am BER damit befassen.
    Siehe: http://www.tagesspiegel.de/berlin/ber-warten-auf-den-voku...
    oder http://www.neues-deutschland.de/artikel/939237.der-flugha...
    Leider ist aber Herr Faulenbach da Costa nicht der einzige Kritiker sondern nur einer von vielen.
    Herr Volkwin Marg hat durchaus schöne Gebäude gebaut, z.B. das europäische Patentamt in München. Auch der Flugsteig A-Plus in Frankfurt ist gelungen. Das ist aber nur eine kleine Erweiterung des Fraport für 6 Mio Passagiere.
    Fakt ist: der Hauptbahnhof ist ein Sanierungsfall. Da verweise ich sie auf diesen Artikel:
    http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt...
    An den Kosten kann es nicht gelegen haben. Die sind von 400 Mio auf über 1 Mrd gestiegen.
    Ich bin der Meinung, dass Gerkan für die Planung und Realisierung des BER der Falsche war. Eigentlich soll es auch nicht mal Gerkan gewesen sein, der den Flughafen geplant hat sondern sein Mitarbeiter Joachim Paap. Vielleicht war er sich selbst zu schade dafür?
    Jetzt will man unbedingt an dem Terminal festhalten um jeden Preis. Das kann ich irgenwie verstehen.
    Auch wenn ein Abriss oder Teilabriss vielleicht die bessere Lösung ist.
    Ich glaube man wollte einen besonders schönen Flughafen bauen. Ein Flughafen sollte aber vor allem praktischen Nutzen erfüllen um Personen von A nach B zu befördern und funktional sein. Das gelingt mit dem One- Roof Konzept auf Dauer nicht. Vielleicht geht das bei 17 Mio Passagieren oder bei 25 Mio Passagieren noch gut. Aber angeblich will man in Zukunft sogar 45 Mio Passagiere durch dieses Terminal durchschleusen.

  3. Autor Patrick Santer
    Kommentar zu Kommentar 3 am 31. August 2015
    5.

    Sie zitieren Herrn Faulenbach da Costa? Dieser hatte noch 2012 behauptet, der Airport sei Größenwahn! Er ist der Anwalt der Gegenseite und daher nicht objektiv. Im Übrigen wurde immer gesagt, dass man nicht auf Vorrat bauen wollte. Im Übrigen macht die Luftverkehrsprognose eine Münchner Firma, die selbst zugegeben hat, dass dieser Boom in Berlin NULL vorhersehbar war. Sie dürfen nicht vergessen, dass Berlin in den Neunzigern wirklich fast plaeite war und der Einwohnerschwund enorm war... Wer hat da an einen erfolgreichen riesigen Airport gedacht? Sie dürfen die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen von damals nicht vergessen. Und der Münchner Airport ist bis heute nur mit einer "Bimmelbahn" zu erreichen... Eben weil gute öffentliche Anbindungen wie der Transrapid etc. in der Planung noch länger dauern als Flughäfen. Das ist leider so.

  4. Autor Stefan Chacko
    Kommentar zu Kommentar 1 am 29. August 2015
    4.

    Niemand konnte den Boom des Luftverkehrs in Berlin vorhersehen? Es gab schon damals viele Experten und Stimmen die einen größeren Flughafen für nötig gehalten haben. Man hätte schon in den 90ern oder Anfang der Jahrtausendwende wissen können, dass Berlin einen Flughafen in der Kategorie von Amsterdam Schiphol oder zumindest von London Gatwick braucht. Aber leider wollten dass viele in der BRD nicht wahrhaben. Andererseits hat das natürlich auch was Gutes. Denn viele hochwertige Jobs entstehen auf Flugplätzen meist nicht.

  5. Autor Stefan Chacko
    Kommentar zu Kommentar 1 am 28. August 2015
    3.

    Absurd? Wieso? Viele Großflughäfen die neu errichtet werden entstehen weit außerhalb. Der Flughafen München ist 30 km vom Stadtrand entfernt. Mit der Bahn , dem ICE, oder einem Autobahnanschluss wäre das sicher kein großes Hindernis. Entweder man braucht einen Airport für die Massen oder man will einen exklusiven Hauptstadtflughafen für ein paar wenige und das sieht mir am BER momentan leider danach aus. Na ja, wie das gemeint ist mit den Ausbaustufen für 45 Mio Passagiere das wird man sehen? Ein paar Satelliten auf dem Vorfeld an das bisherige Terminal dranzuschustern und zu glauben damit 45 Mio durchschleusen zu können. Da bin ich mal skeptisch. Das Gebäude ist bestimmt nicht dafür geeignet 45 Mio Passagiere abzufertigen. Ich schätze die Situation eher so ein: Der BER ist zwar durch Fluggastbrücken , Check In´s und dem Pier Nord und Süd in der Vergangenheit äußerlich auf 27 Mio erweitert worden. Aber im Inneren ist der BER weiterhin nur auf eine Kapazität von 17 Mio ausgelegt. So wie er von GMP ursprünglich geplant war. Das merkt man schon daran, dass es nur acht Gepäckabfertigungsbänder gibt und das man Parkhäuser in direkter Nachbarschaft zu den Piers errichtet hat. Da also noch Hallen für die Passagierabfertigung anzubauen wird schwierig bis unmöglich. Und man merkt es auch daran, dass man den Flughafen offensichtlich nicht eröffnen kann. In Frankfurt gibt es da schon das Doppelte an Gepäckabfertigungsbändern und Check Ins. Entweder braucht man in Zukunft zwei Bahnstationen für unabhängig voneinander arbeitende Terminals oder man wird Parkhäuser wieder abreißen müssen oder in SXF alt ein neues Terminal bauen müssen. Leute wie Faulenbach da Costa haben auf diesen Misstand schon viel früher hingewiesen. Allerdings wollte man das in Berlin nicht wahrhaben.

  6. Autor Stefan Chacko
    Kommentar zu Kommentar 1 am 28. August 2015
    2.

    Der Bezirke Pankow, Reinickendorf, Charlottenburg sind jetzt die einwohnerstärksten. Außerdem denke ich ist es kein Fehler auch in strukturschwächeren Regionen Großprojekte anzusiedeln. Jedenfalls war auch in München mal geplant den MUC im Süden der Stadt zu errichten, das zu einer besseren Wohngegend gehört. Man hat sich dann entschieden ihn im Erdinger Moos zu bauen, obwohl die Gegend damals eigentlich als rückständig galt. Der MUC gilt heute als Erfolg. Den Standort im Erdinger Moos würde heute keiner mehr in Zweifel ziehen. Deswegen glaube ich hätte man den BER sicher auch im Mühlenbecker Land , in Rheinsberg oder in der Schorfheide bauen können.

  7. Autor Patrick Santer
    am 28. August 2015
    1.

    Im Norden der Hauptstadt ist der Bevölkerungsschwerpunkt? Wo haben Sie das denn her? Sowohl die Kaufkraft als auch der Bevölkerungsanteil sind im Süden der Stadt viel größer. Es war immer klar, dass die Nähe zu Berlin, der deutschen Hauptstadt, die stärksten Arbeitsmarkteffekte generiert. Das haben auch die Richter in Leipzig damals so gesehen... Daher ist die Entscheidung für BER nur logisch gewesen... Und noch 2012 haben viele "Experten" von Größenwahn in Sachen BER geschrieben. Niemand konnte den Boom des Luftverkehrs in Berlin so vorhersehen. Daher kann der BER ja auch für bis zu 45 Millionen Passagiere ausgebaut werden. Und das muss dann natürlich passieren. Ein Airport in Sachsen-Anhalt? Und dann mit dem Taxi 1,5 Stunden in die Berliner Innenstadt? Absurd!