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Autor Stefan Chacko am 24. August 2015
1243 Leser · 2 Stimmen (-1 / +1) · 5 Kommentare

BER - Allgemein

GMP

Sehr geehrte Damen und Herren,
stimmt es eigentlich , dass man dem Architekten Gerkan den Auftrag für den BER gegeben hat? Und stimmt es eigentlich, dass man bei der Vergabe des Auftrags keinen offenen Architekturwettbewerb durchgeführt hat? Das finde ich unwürdig bei einem Projekt dieser Dimension und für eine europäische Hauptstadt . Ist Herr Gerkan der neue Generalplaner für Berlin? Zur Erinnerung :Mit dem Hauptbahnhof, dem Flughafen Tegel und dem Spandauer Bahnhof hat man ebenfalls Gerkan beauftragt. Aus dem Hauptbahnhof und dem BER sind unzufriedenstellende Sanierungsfälle geworden . Einem wie Helmut Jahn oder Norman Foster wäre das sicher nicht passiert. Nichts gegen Übersiedler aus dem Baltikum aber spätestens jetzt muss klar sein, dass der Gerkan in Berlin nichts zustande bringt.

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  2. Autor Stefan Chacko
    Kommentar zu Kommentar 4 am 01. September 2015
    5.

    Der BER erinnert mich schon sehr an den Münchner Flughafen. Zwei parallele Start- und Landebahnen im Norden und Süden. Dann ein zentrales Terminal in der Mitte und ein unterirdischer Bahnhof. Den einzigen Unterschied den man ausmachen könnte , ist das Schönefelder Terminal am nördlichen Ende, das vorerst weiter in Betrieb bleibt. In München hat man 1992 12 Mio Passagiere gehabt und ein Terminal des Architekten Hans Busso von Busse (Terminal 1) für 25 Mio eröffnet. Damals ist man von Riem nach Erding umgezogen. Das gleiche will man jetzt auch in Berlin machen, nämlich von Tegel nach Schönefeld umziehen. Es hat 12 Jahre gedauert bis man die Kapazität in München erreicht hat und es gab auch Kritik. Aber heute zahlt sich so eine Planung aus. Nicht zuletzt weil Frankfurt Kapazitätsengpässe hat und weil die Lufthansa das Terminal 2 und das neue Satellitenterminal 3 praktisch finanziert und gemeinsam mit den Partnern von der Star Alliance nutzt. Berlin hat mehr Einwohner als Frankfurt und München und ich würde Berlin nicht mit München gleichsetzen. Das versuchen aber einige. Die Stadt ist von der räumlichen Ausdehnung und ihrer polyzentrischen Struktur und Geschichte einfach anders.Deshalb hat man wohl auch diese Schwierigkeiten mit der Eröffnung. Frankfurt und München haben mehr Passagiere. Das ist aber nicht allein die Binnennachfrage vor Ort sondern vor allem wegen dem Umsteigerverkehr . Berlin hat praktisch keinen Umsteigerverkehr und trotzdem ist der Flughafen bereits zu klein. Das heißt die Nachfrage generiert sich allein aus der Binnennachfrage vor Ort. Vielleicht sollte man sich überlegen, ob man etwas anders macht als in der bairischen Landeshauptstadt. Da entsteht was auf dem Areal der früheren Henschel- Werke in Schönefeld . Ob das reicht, bezweifele ich.

  3. Autor Patrick Santer
    Kommentar zu Kommentar 2 am 31. August 2015
    4.

    Der BER wird zunächst für 27 Millionen Passagiere eröffnet. Hier von Regionalflughafen zu sprechen, ist Unsinn. er ist damit der größte Flughafen nach FRA und MUC in Deutschland. Zudem kann er für über 45 Millionen Passagiere ausgebaut werden.

  4. Autor Stefan Chacko
    am 28. August 2015
    3.

    Tegel war eine Westberliner Notlösung in der Zeit der Insellage. Von einem "Meisterwerk" würde ich aber nicht sprechen. Auch Ernst Sagebiel hat mit dem Flugplatz Tempelhof etwas geschaffen, dass heute sogar unter Denkmalschutz steht. Trotzdem hat man den Flugplatz geschlossen und von Ernst Sagebiel spricht heute kaum mehr jemand auch wenn einige seiner Bauten bis heute existieren.

  5. Autor Stefan Chacko
    am 28. August 2015
    2.

    Dann frage ich mich nur, warum dieser "renommierte Architekt" inzwischen entlassen und auf Schadensersatz verklagt wurde. GMP war bisher nur am Terminal A in Frankfurt , dem Flughafen Stuttgart und in Hamburg Fuhlsbüttel aktiv. Das sind aber keine internationalen Drehkreuze, wie es der BER werden wollte. Das sind höchstens Regionalflugplätze. Wenn der BER wie von GMP ursprünglich geplant realisiert wird, dann wird der BER auch nichts anderes als ein großer Regionalflugplatz sein. Aber mit den entsprechenden Kosten von mehr als 5 Mrd. €.

  6. Autor Patrick Santer
    am 28. August 2015
    1.

    Gerkan ist einer der renommiertesten Architekten in Deutschland. Sowohl TXL als auch der Hauptbahnhof sind hier als architektonische Meisterleistungen anzusehen... Hier von Sanierungsfällen zu sprechen, ist unredlich.