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Autor Stefan Chacko am 24. August 2015
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BER - Allgemein

Lärmbelastung

Sehr geehrte Damen und Herren,
stimmt es eigentlich , dass Anwohner des BER z.T. mit 6 stelligen Summen wegen des BER entschädigt werden sollen?
Diese Leute profitieren doch schon dadurch, dass sich der Wert ihrer Häuser und Grundstücke durch den BER in den vergangenen Jahren vervielfacht hat. Jetzt also noch Entschädigung. Dabei sind einige dort erst in den vergangenen 15 Jahren hingezogen, als ihnen klar gewesen sein muss, dass dort ein Großprojekt mit der entsprechenden Lärmbelastung entsteht. Heutzutage sind die Flugzeuge aber deutlich lärmärmer und umweltfreundlicher als noch vor 30 oder 40 Jahren . Was sollen eigentlich die Anwohner von Tegel denken, die bis heute einen Innenstadtflughafen mit der entsprechenden Lärmbelastung zu ertragen haben und dafür keinen Pfennig oder Cent Entschädigung bekommen? Dieses Vorgehen kann doch nicht gerecht sein. Oder ist das ihrer Meinung nach gerecht? Wer in der Nähe des BER nicht mehr wohnen möchte, kann doch sein Haus mit inzwischen gestiegenen Wert verkaufen und woanders hinziehen. Platznöte kann ich im Umland von Berlin und Brandenburg nicht erkennen. Ich glaube eher, dass sich Leute hier auf Kosten des Steuerzahlers bereichern. Außerdem: Als der Flughafen noch in der DDR lag, hat sich auch keiner um derartige Dinge gekümmert, aber sich jetzt wichtig machen. Das finde ich schon ein bisschen scheinheilig .Ich denke es wäre besser gewesen, den Flughafen dort zu errichten, wo es eine höhere Zustimmung zu dem Projekt gibt , aber natürlich wollten die Landesfürsten in Brandenburg nicht, dass ein Berliner Flughafen in Mecklenburg Vorpommern oder in Anhalt entsteht. Deswegen jetzt ein wohl zwischen fünf bis sechs Mrd. Euro schwerer Kompromiss auf dem früheren DDR Hauptstadtflughafen.

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Kommentare (3)Schließen

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  2. Autor Patrick Santer
    Kommentar zu Kommentar 2 am 31. August 2015
    3.

    Die Leipziger Richter, also das Bundesverwaltungegericht. Noch heute ist für viele Schönefeld zu weit draußen. Und dann propagieren Sie eine noch entferntere Lösung?

  3. Autor Stefan Chacko
    am 28. August 2015
    2.

    Welche Richter?
    Das war die Entscheidung von Eberhard Diepgen (Berlin), Manfred Stolpe (Brandenburg) und dem damaligen Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann. Bekanntermaßen haben Manfred Stolpe und Eberhard Diepgen schon damals einen anderen Standort in Erwägung gezogen. Allerdings hat die Unterstützung dafür in der Bundesrepublik gefehlt.

  4. Autor Patrick Santer
    am 28. August 2015
    1.

    Warum Kompromiss? Es war immer klar, dass die Nähe zu Berlin, der deutschen Hauptstadt, die stärksten Arbeitsmarkteffekte generiert. Das haben auch die Richter so gesehen... Daher ist die Entscheidung für BER nur logisch gewesen...