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Beantwortet
Autor Mario F. am 30. Januar 2008
3278 Leser · 60 Stimmen (-8 / +52)

Bundestagspräsident

Afghanistan Einsatz der Bundeswehrsoldaten

+44

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Antwort
aus dem Bundestag am 08. Februar 2008
Bundestagspräsident

Sehr geehrter Herr F.,

die – nicht nur von Ihnen – vorgetragenen Bedenken gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr werden hier sehr ernst genommen. Wir können Ihnen versichern, dass der Bundestagspräsident sehr genau weiß, welch große Belastung Auslandseinsätze für die Soldatinnen und Soldaten, ihre Familien und Angehörigen darstellen. Auch den Abgeordneten, die über die Einsätze entscheiden, ist das sehr bewusst. Niemand macht sich die Entscheidung, die mit Risiken für Leib und Leben der Soldatinnen und Soldaten verbunden ist, leicht.

Angesichts der großen Verantwortung, die die Abgeordneten für die „Parlamentsarmee“ und mögliche Opfer eines Einsatzes tragen, gibt es vor jedem Auslandseinsatz der Bundeswehr völlig zu Recht eine intensive Debatte. Dies zeigt auch die aktuelle Diskussion über den eventuellen Einsatz deutscher Soldaten in einer „Schnellen Eingreiftruppe“ (Quick Reaction Force) in Afghanistan. In einer aktuellen Stunde haben sich die Abgeordneten am 24. Januar 2008 ein erstes Mal mit dieser Frage auseinandergesetzt. Vielleicht vermittelt Ihnen das Plenarprotokoll einen Eindruck davon, wie differenziert sich die Abgeordneten mit diesem Thema auseinandersetzen. Sie können es unter folgendem Link einsehen:

http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/16/16139.pdf .

Zudem wird der Bundestag über einen Antrag der Linkspartei (16/7890) beraten, in dem diese u.a. fordert, keine deutschen Soldaten für die schnelle Eingreiftruppe in Afghanistan zur Verfügung zu stellen.

Sie können sicher sein, dass die Abgeordneten wie bisher auch in Zukunft ihre Entscheidungen mit Überlegtheit und mit Respekt vor den Menschen treffen, die sich für die Sicherheit anderer einsetzen und dafür ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren.

Mit freundlichen Grüßen

Abteilung Presse und Kommunikation