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Beantwortet
Autor G. Gebhardt am 02. November 2007
3737 Leser · 816 Stimmen (-290 / +525)

Aktuelles

Zwangsadoption in der DDR

Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident, eine Mutter sucht seit vielen Jahren ihren Sohn, der ihr nach einem Fluchtversuch entrissen und zwangsweise adoptiert wurde. Ich möchte mich für Cornelia einsetzen weil sie selbst nach mehreren Versuchen keine Kraft mehr hat und auch schwer unter der Ignoranz der Behörden leidet. Daß ostdeutsche Amtsstuben noch stasiverseucht sind, muß man vermuten, aber die Linkspartei ist doch noch nicht an der Macht - so sollte man doch von seriösen, christlichen Demokraten echte Hilfe und Beistand erwarten können. Auch in meiner Familie gibt es 8 Jahre Bautzenerfahrung. Aber das traumatisierende Unrecht für Cornelia dauert noch an. Kann man einer Mutter etwas schlimmeres antun? Soll sie "Lebenslänglich" bekommen? Bitte helfen Sie mit Ihren Möglichkeiten dieses sozialistische Staatsverbrechen zu beenden. Cornelia möchte ihren Sohn kennenlernen - endlich. Das im Alter von 4 Jahren gestohlene Kind heißt JEAN LAUX-geb.01.09.1979 in Leipzig. Durch diesen französischen und in der DDR ungewöhnlichen Vornamen und mit Hilfe von Standesämtern und Meldebehörden sollte doch durch einen Datenabgleich eine pragmatische Lösung möglich sein, wenn Datenschutz nicht zum Täterschutz entartet. Sind Sie bereit uns zu helfen? Dann werde ich die Verbindung zur Mutter herstellen. Wir beten dafür. Mit besonderer Hochachtung -Gottfried Gebhardt

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Antwort
aus dem Bundestag am 06. Dezember 2007
Bundestagspräsident

Sehr geehrter Herr Gebhardt,

der von Ihnen geschilderte Fall einer Zwangsadoption in der ehemaligen DDR ist menschlich sehr ergreifend und der Wunsch der Mutter, Ihren Sohn kennenzulernen, überaus verständlich. Wir bitten jedoch um Verständnis, dass Herr Dr. Lammert bei der konkreten Suche nicht unterstützend tätig werden kann.

Zur grundsätzlichen Frage der Aufhebung von Adoptionen, die in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik begründet wurden, verweisen wir auf unsere Antwort vom
26. Oktober 2007 (www.direktzu.de/bundestagspraesident/messages/13499)

Mit freundlichen Grüßen

Abteilung Presse und Kommunikation