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mit dem Datum vom 28.02.2014 hat Papst Franziskus der Bitte von Joachim Kardinal Meisner entsprochen, ihn vom Amt des Erzbischofs von Köln zu entpflichten. Aus diesem Grund wurde diese Dialogplattform geschlossen. Kardinal Meisner wird ab sofort keine Fragen mehr annehmen und beantworten, auch die Abstimmungsfunktion wurde eingestellt. Selbstverständlich können Sie aber weiterhin die Fragen und Antworten aus der Vergangenheit nachlesen. Die Plattform bleibt bis auf Weiteres erreichbar. Vielen Dank für Ihr Interesse an direktzumkardinal.de und Ihr Mitwirken!

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Autor Andreas Stollorz am 26. August 2013
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Glauben und Leben

Das Gebet des Herrn

Sehr geehrter Herr Kardinal Meisner,

als Gläubiger Ihres Bistums wende ich mich mit einer Frage zum Gebet des Herrn an Sie, zu der ich bislang keine klärende Antwort finde. Ein Teil, mehr noch eine Formulierung laut Übersetzung, bereitet mir Verständnisprobleme. Wie können wir als Gläubige in der hl. Messe beten "(...) und führe uns nicht in Versuchung (...)"? Ist das wirklich getreu der Übersetzung, auch wenn es immer heißt "wie der Herr uns zu beten gelehrt hat"? Wie kann Gott Menschen in Versuchung führen? Wir kennen doch eigentlich als Versucher nur den Teufel, Satan, den gefallenen Engel. Wie ist diese Formulierung aus theologischer Sicht zu verstehen? Gott kann doch nicht in Versuchung führen?! Müsste es nicht eher heißen "und führe uns in der Versuchung" oder "führe uns, um nicht in Versuchung geführt zu werden"?
Ich wäre Ihnen für eine erläuternde Hilfe sehr dankbar. Und da die Antwort wahrscheinlich theologisch weitaus komplexer ist, als hier an dieser Stelle möglich ist, bin ich auch für einen weiterführenden Literaturhinweis sehr dankbar, wenn Sie ihn mir als theologischem Laien geben würden.

Ihnen einen herzlichen Dank, die besten Wünsche und Gottes reichen Segen!
A. Stollorz

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