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Autor Johannes Grill am 20. Februar 2013
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„Das Gewissen – normierte Norm des Handelns“ Joachim Kardinal Meisner über das Gewissen.

Gewissensentscheidung mehr betonen

Sehr geehrter Herr Kardinal,

in den Medien ist dauernd davon die Rede, wieviel die katholische Kirche verbietet, respektive nicht genehmigt: Verhütung, Abtreibung, Wiederverheiratung etc.

Meines Erachtens betont die Kirche viel zu wenig, dass die Befolgung der kirchlichen Ge- und Verbote letztendlich eine Entscheidung des eigenen Gewissens bleibt. Dem Katholiken wird mit dem Ge- bzw. Verbot also lediglich gesagt, dass er im Übertretungsfall sündigt und Buße tun muss.

Freilich ist mir auch klar, dass fröhliches Sündigen mit anschließender obligatorischer Buße nicht Sinn der Sache sein kann. Wäre es aber in der augenblicklichen Diskussion nicht wichtig zu betonen, dass die Kirche die freie Gewissensentscheidung lediglich begleitet, indem sie Wege weist und dafür Leitplanken setzt?

Mir geht es darum, dass sich die Kirche nicht weiter als der freudlose, sauertöpfische, lustfeindliche Verbotsverein darstellt, als den ihn die Medien und die sogenannte "kritische" Öffentlichkeit gern sehen. Das sind wir doch nicht!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Johannes Grill

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