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mit dem Datum vom 28.02.2014 hat Papst Franziskus der Bitte von Joachim Kardinal Meisner entsprochen, ihn vom Amt des Erzbischofs von Köln zu entpflichten. Aus diesem Grund wurde diese Dialogplattform geschlossen. Kardinal Meisner wird ab sofort keine Fragen mehr annehmen und beantworten, auch die Abstimmungsfunktion wurde eingestellt. Selbstverständlich können Sie aber weiterhin die Fragen und Antworten aus der Vergangenheit nachlesen. Die Plattform bleibt bis auf Weiteres erreichbar. Vielen Dank für Ihr Interesse an direktzumkardinal.de und Ihr Mitwirken!

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Autor Rosi Steffens am 10. Februar 2014
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Glauben und Leben

Gott

Sehr geehrter Kardinal Meisner,

der einzelne Mensch könnte mit dem Begriff Gott zusammengefasst werden. Warum maßt er sich an, über Religionen Gott und dessen Wünsche definieren zu können, statt den Versuch zu unternehmen, sich selbst zu erklären? Gott ist das Überdimensionale, nicht greifbare, Zeit das übersinnliche, nicht wahrnehmbare, existenzielle und Leben ist der natürliche Inhalt als Vorgabe durch die Zeit mit den Menschen als Interpreten. Religion erscheint heute als Verwalter und nicht als Aufklärer des Lebens. Ist es nicht ihre Aufgabe den Menschen so anzunehmen wie er ist und es Gott zu überlassen, am Menschen sein Werk zu vollenden, durch neun Monate, die den Vorlauf für die Begabung und deren Existenz bieten. Gebote sind die Basis für die Erfüllung von Gottes Plan, gewachsen durch die Zeit der Menschheit auf Erden und einfach und klar formuliert, für jeden begreifbar. Es ist nicht Aufgabe der Religionen zu beurteilen oder gar zu verurteilen, sie sollten versuchen zu begreifen, um daraus selbst zu lernen und zu wachsen. Es kommt nicht auf die Mitglieder an sondern vielmehr auf den Inhalt. Man muss im Leben Entscheidungen treffen, die Einfluss ausüben und die jeder selbst tragen muss. Wünsche stehen hinten an, es gilt eigene Möglichkeiten wahrzunehmen und im Leben umzusetzen und nicht Anpassung zu fordern wo eigene Anpassung gefragt ist. Geistige Flexibilität muss Gott angemessen sein, also mit allen gedanklichen Inhalten, die das Leben bietet und mit dem nötigen Feingefühl, das man dafür aufbringen kann. Der Mensch steht nicht über Gott, er ist auch nicht Gott gleich, der Mensch ist in der Rangordnung des Lebens der natürlichen Entwicklung unterstellt und nur ein Teil seines Selbst kann begreifen was Gott überhaupt bedeutet.

Kardinal Meisner, welche Erklärung finden sie zu dem Begriff Gott in diesem Zusammenhang, ohne dabei auf die Dreifaltigkeit einzugehen?

Mit freundlichen Grüßen

Rosi Steffens

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