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Autor Alfons Hornbostel am 12. Juni 2011
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Glauben und Leben

Liturgischer Missbrauch

Eminenz,

hier ganz direkt eine Frage eines Laien, der sich seit Kindheit in der katholischen Kirche geborgen weiß und bis heute täglich die heilige Messe, meist als Ministrant, besucht.

Wie ist damit umzugehen, wenn sich Priester trotz mehrerer Gespräche immerfort des liturgischen Missbrauchs schuldig machen (fractio praecox, Abänderung und teilweise Entstellung des Eucharistischen Hochgebetes, respektloser Umgang mit dem Allerheiligsten (Stichwort: "in den Hostienpartikeln ist Christus nicht mehr enthalten, da die Brotgestalt nicht mehr erkennbar ist"), unvollständige liturgische Kleidung (Stichwort "Werktagsmessgewand"; meist einfach eine Art Albe ohne Amikt und Cingulum, über die eine Stola geworfen wird), Verweigerung der Mundkommunion im Knien, Leugnung elementarer Teile der kirchlichen Lehre in Predigt und Verkündigung (Stichwort "Gericht" und "Hölle"))?

Ich selbst bin Mitte dreißig, und ich kann nur sagen, dass junge und treue Katholiken unter diesen Mißständen innerhalb der Kirche leiden. Es herrschen - ich glaube, ich darf es aussprechen - in der deutschen Kirche teilweise vorreformatorische Zustände. Wie kann es sein, dass Priester heute im Alltag z. B. hinsichtlich ihrer Kleidung nicht mehr erkennbar sind?

Ich schätze Ihre Treue zum kirchlichen Lehramt und würde mich freuen, wenn Sie mir (der ich nicht aus Ihrer Erzdiözese stamme) ein paar Verhaltensregeln auf den Weg geben könnten, wie ich als Laie handeln soll. Denn offen gesagt gehe ich häufig wütend aus der hl. Messe heraus, da ich sehe, wie gering sie gerade von ihren ureigensten Zelebranten geachtet wird.

Herzlichen Dank und weiterhin Gottes Segen für sie und Ihr priesterliches und bischöfliches Wirken!

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