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mit dem Datum vom 28.02.2014 hat Papst Franziskus der Bitte von Joachim Kardinal Meisner entsprochen, ihn vom Amt des Erzbischofs von Köln zu entpflichten. Aus diesem Grund wurde diese Dialogplattform geschlossen. Kardinal Meisner wird ab sofort keine Fragen mehr annehmen und beantworten, auch die Abstimmungsfunktion wurde eingestellt. Selbstverständlich können Sie aber weiterhin die Fragen und Antworten aus der Vergangenheit nachlesen. Die Plattform bleibt bis auf Weiteres erreichbar. Vielen Dank für Ihr Interesse an direktzumkardinal.de und Ihr Mitwirken!

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Autor Sabine Stolecke am 23. Januar 2012
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Kirchliche Berufe und Berufung

Priesternachwuchs

Sehr geehrter Herr Kardinal,

die Sorge um den fehlenden Nachwuchs bei den Priesteramtskandidaten ist eine Sorge, die auch uns hier im Bistum Osnabrück bewegt. Seit längerer Zeit überlege ich, ob es neben dem kontinuierlichen Gebet in dieser Angelegenheit und neben der Unterstützung der Priester durch die Laien im Rahmen der ihnen von Christus zugewiesenen Aufgaben einen weiteren Weg geben könnte und es würde mich interessieren, inwieweit er theologisch und kirchenrechtlich zulässig wäre.

Wäre es möglich Diakone, die mindestens 20, vielleicht auch 25 Jahre im liturgischen Dienst mitgearbeitet haben ( also Begleitung der heiligen Messe, Durchführung von Sakramentsandachten, Spendung der Taufe, liturgischer Dienst bei Beerdigungen u.a., katechetische Begleitung ),
nach Ablauf dieser Zeit und nach Durchlaufen einer begleiteten Vorbereitungszeit zu Priestern zu weihen ?

Auf diese Weise würde sich die - für mich nicht zu diskutierende- immer wieder lautwerdenden Frage nach einer Frauenordination, die Christus nicht vorgesehen hat, erübrigen.

Als verheiratete Diakone könnten junge Männer sich ihrer Familie und zugleich dem liturgischen Dienst widmen, in den sie während der Diakonenzeit dann soweit hineinreifen könnten, dass eine Dienerschaft an Christi Statt im Priesteramt schliesslich in reifen Jahren möglich wäre.

Lassen Sie uns Ihr weises Wort zu dieser so drängenden Frage wissen. Für Ihre freundliche Bereitschaft, den Gläubigen im Dialog zur Verfügung zu stehen, danke ich Ihnen,

Sabine Stolecke

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