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Autor Ulrike Vogel am 18. Februar 2013
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Glauben und Leben

Rücktritt von Papst Benedikt

Sehr geehrter Herr Kardinal Meisner,

die Rücktrittserklärung von Papst Benedikt XVI. am 11.02. hat wohl alle Menschen, unabhängig von ihrer Konfession, überrascht.

Da Sie stets Ihr gutes Verhältnis zu Rom und Papst Benedikt XVI. betonten, verwundert es mich sehr, dass Sie über den Rücktrittsplan nicht vorher informiert wurden.
Wie erklären Sie es sich, dass der Papst Ihnen misstraute und Sie nicht vorher informierte, zumal Sie kürzlich erst bzgl. "Pille danach" Rücksprache mit Rom genommen hatten?
Konnten Sie seit Montag nochmal persönlich mit dem Papst sprechen?

Wurde überhaupt ein Kardinal vorher informiert, oder wurde dies wegen des "Vatileaksskandals" bewusst unterlassen?

Halten Sie den Rücktritt auch, wie Kardinal Woelki, für eine entmystifizierung des Amtes, oder ist es nicht super modern nur kurz Papst zu sein, bis man selbst nicht mehr will (Grund: Gesundheit ...)?
Unser Pastor sagte uns, dass der Rücktritt im Widerspruch zur Auswahl des Papstes durch den Heiligen Geist steht.
Gott gibt das Amt, Gott nimmt das Amt.
Teilen Sie diese Auffassung?

Für den Rücktritt hat der Papst ja viel Anerkennung erhalten.
In der Begründung hieß es: "etiam vigor quidam corporis et animae necassarius est".
Über "vigor corporis" wurde in den Medien bereits mehr als genug spekuliert, zumal die letzten öffentlichen Auftritte auf "satis vigor corporis" hindeuteten. "Vigor animae" (Kraft der Seele) wurde bei der Diskussion meist vergessen. Was bedeutet "Karft der Seele" in diesem Zusammenhang?

Teilen Sie die Auffassung von Andreas Englisch, dass es große Machtkämpfe zwischen den Kardinälen in Rom gibt und unser Papst eigentlich niemanden mehr hat, auf den er sich verlassen kann und deshalb "vigor animae deest"?
Oder hat der Rücktritt auch etwas mit der von Ihnen thematisierten "Katolikenphobie" zu tun?

Über etwas Licht in diesem dunkel würde ich mich freuen!

+28

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