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mit dem Datum vom 28.02.2014 hat Papst Franziskus der Bitte von Joachim Kardinal Meisner entsprochen, ihn vom Amt des Erzbischofs von Köln zu entpflichten. Aus diesem Grund wurde diese Dialogplattform geschlossen. Kardinal Meisner wird ab sofort keine Fragen mehr annehmen und beantworten, auch die Abstimmungsfunktion wurde eingestellt. Selbstverständlich können Sie aber weiterhin die Fragen und Antworten aus der Vergangenheit nachlesen. Die Plattform bleibt bis auf Weiteres erreichbar. Vielen Dank für Ihr Interesse an direktzumkardinal.de und Ihr Mitwirken!

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Autor Christoph Berglar am 12. Juni 2011
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Glauben und Leben

Vaterunser - Abkehr von der lateinischen Formulierung

Sehr geehrter Herr Kardinal,

was ist unser Gottesbild? Im zentralen Gebet der Christenheit, dem Vaterunser, lautet unsere Bitte an GOTT "und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen." GOTT also als Versucher? Nach allem, was wir über GOTT wissen, führt er uns gerade nicht in Versuchung. Ein entsprechender Hinweis findet sich auch im Katholischen Katechismus, wenn auch nur in einer Fußnote. In Italien, Brasilien oder Spanien beispielsweise heißt es an dieser Stelle sinngemäß "und verlass uns nicht in der Versuchung" bzw. "lass uns nicht in Versuchung fallen." Warum halten die deutschen Bischöfe an der irreführenden und das GOTTESbild verzerrenden Formulierung des offiziellen lateinischen Textes fest? Warum folgen Sie (bzw. sie) nicht dem Beispiel der italienischen Bischöfe, die vor zwei Jahren eine Abkehr von der lateinischen Formulierung "et ne nos inducas in tentationem" beschlossen haben - ganz im Sinne eines liebenden GOTTES, nicht eines verführenden?

Mit freundlichen Grüßen,

Christoph Berglar

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