Liebe Leserinnen und Leser,

auf dieser Website konnten Sie bis Mai 2015 eigene Beiträge zum Thema “Energiepolitik für Brandenburg” einstellen.

Auf seiner Website wird das Ministerium für Wirtschaft und Energie weiterhin über wirtschafts- und energiepolitische Themen informieren. Dort finden Sie auch eine Übersicht von Fragen und Antworten zur Energiestrategie 2030.

Ihre weiteren Fragen und Anregungen nehmen wir gerne über die Adresse energiedialog@mwe.brandenburg.de entgegen.

Beantwortet
Autor Lionel Westhain am 14. Dezember 2011
3460 Leser · 16 Stimmen (-6 / +10) · 1 Kommentar

Klimaschutz

Abschied vom Klimaschutz?

Sehr geehrte Damen undHerren,

hier haben sie ausführlich über die Klimaziele geschrieben:
http://direktzu.de/energiepolitik-brandenburg/messages/de...

Aber ist das nicht alles überholt nach dem gescheiterten Gipfel in Durban?

Der UN-Klimagipfel im südafrikanischen Durban war kaum zu Ende und die kanadische Delegation wieder zu Hause, da verkündete am Montag morgen in Ottawa Umweltminister Peter Kent den Ausstieg seines Landes aus dem Kyoto-Protokoll.

Beschlossen wurde nur, dass es bis spätestens 2015 ein neues Klimaschutzabkommen geben soll, dass optimalerweise 2020 in Kraft tritt. 2020! Rechtlich bindend wird dieses allerdings voraussichtlich nicht sein.

Darüber hinaus beschlossen die Delegierten einen Grünen Klimafonds, mit dem der Klimaschutz in Entwicklungsländern und deren Anpassung an den Klimawandes finanziert werden sollen

a) Warum versucht Deutschland/Brandenburg als (scheinbar) einziges Land noch ehrgeizige Ziele zu erreichen, die wenn man sie umsetzt überhaupt keine Auswirkungen haben werden.

MfG

+4

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Dr. Günter Hälsig am 04. April 2012
Dr. Günter Hälsig

Sehr geehrter Herr Westhain,

Klimaschutz durch drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen ist eine globale Angelegenheit und erfordert dringend grundlegende Maßnahmen, um schwerwiegendste Konsequenzen im Gefolge des Klimawandels zu vermeiden. Leider führen nationale Egoismen - wie bei Ihrem Beispiel Kanada - nach wie vor dazu, dass bedeutende Nationen trotz der drohenden Gefahr vorrangig ihren eigenen Belangen folgen. Dabei ist es in ökologischer und ökonomischer Hinsicht besser, jetzt zu handeln als abzuwarten, bis unumkehrbare und nicht mehr beherrschbare klimatische Zustände erreicht sind.

Die zur Verringerung von Treibhausgasemissionen erforderliche Abkehr von konventionellen Energieträgern, die sogenannte Energiewende, schafft Arbeitsplätze, schont Umwelt und Ressourcen und macht unabhängig von ausländischen Energielieferungen. Damit ist für Brandenburg der Klimaschutz in Verbindung mit der Energiewende auch als große Chance für die Zukunft zu verstehen.

Brandenburg ist nicht das einzige Bundesland auf diesem Wege. Nahezu alle anderen deutschen Bundesländer haben diesen Weg eingeschlagen und folgen ehrgeizigen Zielen. Die Bundesregierung sorgt durch entsprechende Gesetzgebung - wie z.B. durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – für die erforderlichen Weichenstellungen.

Die Erfolge Brandenburgs auf dem Weg zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Bundesvergleich wurden bereits durch die Auszeichnung mit dem "Leitstern" der Agentur für Erneuerbare Energien für die Jahre 2008 und 2010 belohnt. Brandenburg nimmt damit als Vorbild für die Machbarkeit der Energiewende auch international eine wichtige Position ein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Günter Hälsig Abteilungsleiter Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Kommentare (1)Öffnen