Liebe Leserinnen und Leser,

auf dieser Website konnten Sie bis Mai 2015 eigene Beiträge zum Thema “Energiepolitik für Brandenburg” einstellen.

Auf seiner Website wird das Ministerium für Wirtschaft und Energie weiterhin über wirtschafts- und energiepolitische Themen informieren. Dort finden Sie auch eine Übersicht von Fragen und Antworten zur Energiestrategie 2030.

Ihre weiteren Fragen und Anregungen nehmen wir gerne über die Adresse energiedialog@mwe.brandenburg.de entgegen.

Beantwortet
Autor Rainer Ebeling am 07. Juni 2013
4417 Leser · 6 Stimmen (-1 / +5) · 0 Kommentare

Windenergie

Zweifel am Umstieg auf erneuerbare Energien

Sehr geehrte Damen und Herren,
beim Zahlenvergleich der Leistung der Stromerzeugung komme ich zu dem Entschluss das eine Energiewende (80%EE bis 2050) gar nicht gelingen kann.
Das Kohlekraftwerk Boxberg hat eine Jahresleistung von ca.15.000GWh, im Vergleich liefern die EE in Brandenburg 8,9GWh pro Jahr.Und Brandenburg hat schon den Leitstern für EE,die weitere Ausweisung an WEG stößt an seine Grenzen.Das heißt wenn man theoretisch das Kraftwerk Boxberg ersetzen wollte brauchte man das 1685-fache an EE.Das gilt für nur ein Kraftwerk.
Wie soll das gehen?

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Antwort
von Dr. Carsten Enneper am 01. Juli 2013
Dr. Carsten Enneper

Sehr geehrter Herr Ebeling,

augenscheinlich hat sich in Ihrer E-Mail bei den Einheiten der "Fehlerteufel" eingeschlichen. Hinsichtlich der Stromeinspeisung von Erneuerbaren Energien (EE) in Brandenburg müsste es heißen: 8.900 GWh pro Jahr. Der für Brandenburg zuständige Übertragungsnetzbetreiber, die 50 Hertz Transmission GmbH, hat für Brandenburg folgende EE-Strommengen veröffentlicht: 2010: 8.400 GWh und 2011: 10.900 GWh.

Wenn man nun den Wert von 10.900 GWh ins Verhältnis zur jährlichen Stromproduktion des sächsischen Kraftwerkes Boxberg in Höhe von ca. 15.000 GWh setzt, entspricht der eingespeiste EE-Strom in Brandenburg rund 72 % der erzeugten Strommenge von Boxberg. Brandenburg ist folglich auf gutem Weg, einen bedeutenden Beitrag zur Ablösung der fossilen Energieträger zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Carsten Enneper

Abteilungsleiter Wirtschafts- und Energiepolitik
Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg