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Ihr Team von direktzu

Beantwortet
Autor Isabel Börner am 16. Oktober 2017
2431 Leser · 243 Stimmen (-0 / +243) · 7 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Angst als Frau in Leipzig

Ich heiße Isabel, 19 Jahre alt, aus Leipzig & mache derzeit eine Ausbildung zur Hotelfachfrau in einem angesehenen Hotel.

Ich war Samstag Abend zu einer Geburtstagsrunde bei Freunden. Gegen 00:30 bin ich mit einer Freundin zur Haltestelle Köhlerstraße. Unsere Bahn fuhr erst 15Minuten später. Nach 5 Minuten kamen 4 Afrikaner, ca. 23, welche uns nach der Bahn fragten, wo wir hin wollen, wie wir heißen und ob sie sich neben uns setzen können. Wir haben alle Fragen ignoriert. Einer von Ihnen setze sich mit zu uns auf die Bank wodurch er mir unangenehm nahe war. Wir hatten mittlerweile richtig Angst und wollten auch ein Taxi rufen, obwohl wir nicht mal Geld dafür haben weil wir Auszubildende sind und ein Taxi für uns ein Luxusmittel ist.
Wir sind aufgestanden und sind weg von den Afrikanern zu 3 jungen Leuten welche auch ungefähr 23 waren und haben diese gefragt ob wir uns zu ihnen stellen können, weil wir wahnsinnige Angst hatten. Diese meinten dass es gar kein Problem sei und sie es verständen.
Die Afrikaner machten sich lustig, dass wir Angst hatten und spielten mit ihrem elektroschocker und meinten wir sollen doch die Polizei rufen.
Wir hingen über 1 Minute in der Warteschleife der 110!

Was passiert in Zukunft, damit wir ohne Angst abends unterwegs sein können? Auch tagsüber müssen wir uns von Afrikanern angaffen, betiteln und verfolgen lassen.
Ich bin keine von denen, die die Afd gewählt hat und ich finde es traurig das diese Partei ganz vorne in Sachsen liegt.

+243

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Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 17. November 2017
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Börner,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Bitte haben Sie Verständnis, dass das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung nicht zu konkreten Einzelfällen Stellung nehmen kann. Es ist aber ein ernst zu nehmendes Problem, wenn Frauen sich schutzlos und ausgeliefert fühlen. Denn der Staat hat die Aufgabe, Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Absolute Sicherheit kann in einer freiheitlichen Gesellschaft aber niemand garantieren.

Für die Arbeit der Polizeibehörden sind grundsätzlich die Länder zuständig. Dort wird kontinuierlich Personal eingestellt, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Die Bundesregierung hat einige gesetzliche Neuerungen umgesetzt, die die Sicherheitslage zu verbessern. So gibt es seit Mai dieses Jahres ein Gesetz, mit dem die Videoüberwachung auf öffentlichen Anlagen verbessert worden ist.
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/12...;

Außerdem hat die Bundesregierung für den Schutz vor sexueller Gewalt im letzten Jahr eine Verschärfung des Sexualstrafrechts auf den Weg gebracht. Die gesetzlichen Regelungen sind im November 2016 in Kraft getreten. Damit ist es zum Beispiel leichter geworden, Täter strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, die als Gruppe andere Personen berauben oder bedrängen.
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/03...

Die Bundesregierung wird auch weiterhin prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind, um in Deutschland ein sicheres Zusammenleben zu gewährleisten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Felizitas Stückemann
    am 16. Oktober 2017
    1.

    Wie sagte vor 2 Jahren, Frau Göring-Eckardt von den Grünen
    in die Kamera, als die Flüchtlinge am Strand von Griechenland angekommen waren und die Pässe weggeworfen hatten:
    "Wir bekommen eine andere Republik und darauf freue ich
    mich" Das also ist die "andere Republik" worauf die Grünen
    sich freuen. Bloß nie mehr Grün wählen, egal wen sonst !

  2. Autor Ingeborg von Platen
    am 22. Oktober 2017
    2.

    Frau Börner: Sie müssen sich nicht entschuldigen, von wegen "nicht AfD gewählt" oder traurig, dass die AfD in Sachsen ganz vorne liegt. Sie sehen ja, dass die anderen Parteien nichts gegen die Zustände in D unternehmen bzw. weitere Zuwanderung /Invasion noch aktiv fördern oder begrüßen. Die Gründe für die Politik von Frau Merkel werde ich nie verstehen. So wird ein ganzes Land ruiniert.

  3. Autor Rosi Steffens
    Kommentar zu Kommentar 2 am 23. Oktober 2017
    3.

    Ich glaube Sie wollen sich mit den Gründen von der Kanzlerin für die Öffnung der Grenzen in 2015 nur nicht bis in die letzte Konsequenz auseinandersetzen, denn aus humanitären Gründen ist dieses Vorgehen absolut verständlich und dafür sind wir Menschen, um uns der Vorgaben dieser Würde bewusst anzunehmen und sie nicht einfach so hinzudrehen, wie wir sie gerade brauchen.

    Wenn wir scheitern, dann scheitern wir nicht an den Flüchtlingen sondern an unserer egoistischen, nationalistischen und populistischen Art, auch mit dieser Thematik umzugehen, gerade so als hätten wir dabei eine persönliche Wahl und keine menschliche Pflicht, die wir zu erfüllen absolut in der Lage sind.

    @Isabel Börner: Warum ignoriert man Fragen, die einem gestellt werden oder hat in der Öffentlichkeit gar Angst vor Menschen, die sie an einen richten? Sie haben richtig reagiert und sind mit ihrer ganz persönlichen Angst nach bestem Wissen und Gewissen umgegangen, doch das heißt nicht, dass diese Angst auf alle Menschen zutrifft. Vielleicht liegt die Ursache für derartige Ängste in ihrer globalen Präsentation über die Medien, die Ängste auch bei Menschen schüren, die sie eigentlich in dieser Form gar nicht empfinden würden, würden sie nicht als Antworten auf die noch offenen Fragen in der Flüchtlingskrise herhalten müssen. Es gibt viel zu viele Menschen die sich in der Öffentlichkeit vollkommen daneben benehmen, ohne dabei zu bedenken, wen sie mit ihrem Fehlverhalten belästigen, das gilt nicht nur für Ausländer sondern für alle Menschen.

  4. Autor Klaus Fink
    Kommentar zu Kommentar 3 am 25. Oktober 2017
    4.

    Auf in humanitärer Absicht aufgenommene Migranten, die sich offenkundig in größerer Zahl anschließend mit Undank in Form von ausgelebter Aggression und Gewalt bedanken, kann ein Land doch wohl verzichten.

    Hier wird Humanität geradezu umgekehrt !

    Sehen Sie die zum Teil sehr krassen Veränderungen in den Lebensverhältnissen vieler Ihrer Mitbürger überhaupt nicht ?

    Manchmal erkenne ich zu wenig Mitgefühl für die vielen Opfer, die oft lebenslang traumatisiert zurückbleiben.

    Ist das Schicksal von beispielsweise älteren Frauen, die sich aus Angst und einem mulmigen Gefühl in vielen Stadtbezirken kaum mehr auf die Straßen trauen, so nebenrangig ?.

    Oder von Joggerinnen, die wohlweislich abends auf die früher üblichen Outdoor-Aktivitäten jetzt verzichten.

    Haben Sie von all dem noch nie etwas gehört ?

    Denn solches greifen Sie bei Ihren Kommentaren nicht auf sondern übergehen es geflissentlich, als ob all dies nicht existieren würde und einer unwahren Einbildung von kritisierenden Usern entsprungen wäre.

    Und das oben von Frau Börner Geschilderte ist wahrlich auch kein Einzelfall sondern gelebte Realität in vielen deutschen Städten.

    Dies wird nur durch die etablierten Medien nicht kommuniziert.

    Genauso wie die etablierte Politik wird versucht, dies alles soweit möglich unter der Decke zu halten. Damit die Volksseele ruhig bleiben soll.

    Trotzdem erfährt man vieles über lokale Nachrichten und auch über integre alternative Medien oder aber man sieht es durch eigenen Augenschein selbst.

    Es lässt sich einfach nicht mehr verheimlichen.

    Und hauptursächlich dafür ist der Verlust an Mitte und Maß durch die Politik von Frau Merkel in der Flüchtlingsfrage. Zu einem anderen Ergebnis kann ich da leider nicht kommen.
    Ich habe keine persönliche Fehde mit der Kanzlerin, wie Sie schon einmal vermuteten und auch nichts gegen die Person von Frau Merkel.

    Nur diese Politik finde ich höchst gefährlich für die Zukunft unseres Landes. Und das darf man ja wohl noch sagen !

  5. Autor Rosi Steffens
    Kommentar zu Kommentar 4 am 25. Oktober 2017
    5.

    Humanität bedeutet in erster Linie zu differenzieren und nicht zu pauschalieren.

    Ich sah diese Veränderungen bereits vor 15 Jahren, als ich Mutter wurde und erkennen musste, dass diese Aufgabe von unserer Regierung als solche nicht ihrer Priorität angemessen wahrgenommen wurde.

    An Mitgefühl mangelt es mir sicher nicht, denn ich habe bereits so viele Tränen für Menschen vergossen, die ich nur von Bildern kenne und deren Schicksal mich trotzdem berührt.

    Angst ist ein schlechter Berater, vor allem in Zeiten der Unsicherheit, wie sie gerade jetzt herrschen. Da empfiehlt es sich einen festen Standpunkt einzunehmen, der einem die Angst vor Unbekanntem nimmt, indem er es im Licht wahrer Ursachen annimmt und nicht durch das Wissen um andere Menschen zu bekämpfen versucht.

    Ich kämpfte über viele Jahre, auch das ist schon über 30 Jahre her, gegen meine wohl begründete Angst aufgrund eines Überfalls am helllichten Tag an. Diesen Angriff habe ich aufgrund seines Vorkommens unter Menschen verurteilt, egal mit welcher Nationalität oder religiösen Zugehörigkeit er auch verwurzelt sein mag. Dasselbe erwarte ich von jeder anderen Person, denn sie ist Mensch und unter Menschen sollten derartige Vorfälle gar nicht auftreten.

    Meine beiden Kinder sollen nicht durch Ängste verunsichert werden, die mir persönlich anhaften, damit habe ich täglich genug zu tun.

    Was haben sie für eine Ahnung von der Volksseele, die so weiß ist, wie sie uns durch die Geburt Christi überlassen wurde?

    Ich wüsste nicht, was es zu verheimlichen gilt, wenn es darum geht, dass sich Menschen unter Menschen nicht so benehmen, wie es ihre Pflicht ist.

    Die Mitte und das richtige Maß zu finden, das obliegt nicht Frau Merkel allein, denn wir, das Volk haben gewählt und müssen nun das Beste aus den Entscheidungen machen, die unsere Politiker in bestem Wissen und Gewissen um ihre Verantwortung treffen und getroffen haben.

  6. Autor Christina Burger
    am 07. November 2017
    6.

    Kann man halt nichts machen - muss man mit leben.
    Mir tun die Gewaltopfer leid, die Polizisten, Lehrer, der gemeine Steuerzahler u.v.a. – die dürfen es ausbaden.

    https://www.nzz.ch/meinung/kommentare/der-westen-wird-den...

  7. Autor Doris Reichling
    am 08. November 2017
    7.

    Zu Kommentar 4, Herr Fink ich bin Ihrer Meinung!!!
    Wir durften nicht darüber abstimmmen, ob wir die Flüchtlingspolitik in dieser Form haben wollten, aber wir müssen mit all den Konsequenzen leben.
    Ist es nicht raurig, dass sich junge Menschen in Deutschland nicht mehr frei und ohne Angst bewegen können? Wenn auf "Gastfreundschaft" so geantwortet wird, dann möchte ICH keine Gastfreundschaft mehr gewähren!

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