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Autor Johannes Böhme am 25. Oktober 2007
4915 Leser · 109 Stimmen (-64 / +45) · 5 Kommentare

Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit und Gehälter

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich würde Ihnen gerne einige Fragen zum Thema Arbeitslosigkeit stellen.

Ich selbst gehe derzeit auf ein Gymnasium in die 12. Klasse und werde meine Abitur voraussichtlich in 2 Jahren beendigen und daher beschäftigt es mich fast jeden Tag aufs Neue, was ich wohl später machen werde. Zum einen habe ich Angst in den nächsten Jahren aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit keinen Beruf zu finden, weil der Andrang möglicherweise einfach zu hoch ist. Natürlich gebe ich in der Schule mein Bestmögliches, um auch gute Chancen zu haben. Jedoch frage ich mich, ob es nicht irgendwie möglich wäre diese hohen Zahlen zu senken. Ich habe zum Beispiel überlegt, wenn man diese möglicherweise Arbeit Suchenden mit einem geringeren Gehalt für Dinge einstellt, die auch deren Qualifikationen entsprechen. Dazu kommt, dass wenn ich später einen Beruf finden sollte, dieser vielleicht schon vom Gehalt so gekürzt wurde, dass ich davon nicht einmal mehr leben könnte. Könnte so etwas passieren? Ich habe mir auch überlegt, ob es eine Lösung bei den Gehältern gibt, dass der Staat weniger Ausgaben hat, jedoch der Arbeitnehmer nicht weniger Einnahmen bekommt. Und, dass man dennoch mehr Menschen in einem Berufsthema aufnehmen kann. Ist dies eigentlich möglich oder sind damit automatisch Ausgaben in zu hohen Zahlen verbunden?

Wenn Sie auf all diese Fragen vielleicht eine Antwort hätten, dann fände ich es nett, wenn sie mir eine oder mehrere schicken könnten. Vielen herzlichen Dank.

Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüße
Johannes Böhme aus Dresden

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Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Waltraud Tüllmann
    am 25. Oktober 2007
    1.

    Weißt du wieviel Akademiker Arbeitslos sind? Die sind nicht minderqualiziert und wollen auch nur Leben von ihrer Hände Arbeit. Es sind auch genug Facharbeiter Arbetslos, nur sie sind zu Alt. Der Arbeitgeber kann auch oft genug Facharbeiter Gehälter bezahlen, der Handel stellt grundsätzlich Ungelernte ein auch die die einen Facharbeiter haben, denn auch der Facharbeter im Handel wrd nicht anerkannt..

  2. Autor Sabine Schwenk
    Kommentar zu Kommentar 1 am 30. Oktober 2007
    2.

    Hallo Johannes Böhme,

    machen Sie sich nichts vor, es wird auch für qualifizierte Menschen nicht genügend Arbeit vorhanden sein. Es gibt Leute, die drei Berufsausbildungen haben, entweder ist man unterqualifiziert oder überqualifiziert. Na was denn nun… dumm oder Intelligent? Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
    Ist Ihnen bekannt, dass so mancher Akademiker arbeitslos ist und Parkanlagen sauber halten muss, als EEJober. Es lassen sich zu viele Menschen blenden von schönen Worten der Parlamentarier. Googeln Sie mal nach den Nachdenkseiten von Albrecht Müller, geben Sie Gert Flegelskamp und Günter E. Völker, aber bitte Google.com, de wird zensiert. Lesen Sie sich die Seiten aufmerksam durch dann durchschauen Sie vieles.

    Herzliche Grüße
    S. Schwenk

  3. Autor Gerd Salewski
    am 03. November 2007
    3.

    Lieber Herr Böhme,
    am besten gleich zur Bundeswehr, denn dann erkennt man doch gleich wieder mal den Unterschied [an der sofortigen Einstufung u. Gehalt] wer studieren konnte oder nicht. Heute ist es ja sowieso einfach als früher. Da hatte man in einem mehrköpfigen Familiehaushalt, als zweites oder drittes Kind, kaum noch die Möglichkeit zu studieren. Wer sein Studium in der Tasche hat wird es trotzallem leichter haben als ein normal Sterblicher. Falls dann auch noch das Elternhaus eine bestimmt Funktion oder Marktstellung inne hat [Vitamin B] geht auch vieles leichter.
    Es lebe eben der "kleine" Unterschied.
    Diese Art von Unterschied kann ich bis heute nicht zuordnen, denn sie entspricht nicht meiner Einstellung von Menschlichkeit und Gleichberechtigung.
    Gruß G.S.

  4. Autor Berlin 10315
    am 07. November 2007
    4.

    Hallo,

    heute kann ich sagen - gleiche Einstellung wie Sie - wer viel lernt und sich weiterbildet hat immer Arbeit und kommt vorwärts im Leben und erreicht was. 2 Ausbildungsberufe kann ich vorweisen und ein Studium - und heute ohne Arbeit. Warum - weil ich in diesem Staate krank geworden bin. Die Arbeitgeber - trotz Schwerbeschädigtengesetze und sonstigen - ziehen sich gesunde Menschen vor. Im Jahre 2004 verlor ich meine Arbeit - mittlerweile nach meinem Jahr Arbeitslos - was ich mit einer Weiterbildung verbrachte in meinem Beruf (selber gesucht, beste Vorraussetzung für eine neue Stelle - super auf den laufenden) - heute vegetiere ich zwischen irgendwas von ALGII (was ich nicht bekomme, man darf ja in Deutschland noch verheiratet sein und glz. in einer neuen eheähnlichen Gemeinschaft leben) und Berentung.

    Aber allem in allem - es ist eine Zitterpartie, ohne wirklich noch dem Hintergrund das gute Zeugnisse wirklich zum Job verhelfen. Selbst wenn man eine Ausbildung bekommt, booten die Ausbilderfirmen die Azubis aus - hab es in meiner 10jährigen Ausbildertätigkeit mitbekommen. Übernahmegarantie nur für Azubis im Bereich Handel/Banken und Versicherungen mit einem Schnitt von höchsten 1.2 im Abschluß ... ich denke das erübrigt alles.

    Berlin10315

  5. Autor a b
    am 14. November 2007
    5.

    Haben die Antworten hier etwas mit dem Beitrag von Johannes zu tun?

    Ich behaupte: Jeder, der unbedingt will, kann Akademiker werden. Ich bin gerade dabei, ganz ohne Vitamin B, als Alleinerziehende, ohne Unterhalt, ohne finanziellen Rückhalt, ohne staatliche Unterstützung..

    Also, es gibt keinen Grund einem jungen Menschen, der Angst vor der Zukunft hat, noch mehr Angst zu machen und ihm seine wahrscheinliche Akademikerzukunft zu neiden.

    Johannes, mach dir nicht zu viele Gedanken. Das Beste, was du tun kannst: Zieh' dein Ding durch! Bleib optimistisch und steh auf, wenn's Rückschläge gibt und etwas nicht gleich klappt... dann tut sich nämlich meistens doch ein Weg auf, wenn man nie aufgibt und nicht nur die Sorgenfalten kultiviert ;).

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