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Autor Susanne Brügmann am 06. November 2007
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Soziales

Diätenerhöhung

Sehr geehrte Frau Merkel,

ich wüsste gerne von Ihnen, wie es dem Bürger gegenüber zu vertreten ist, dass davon abgesehen wird, die Abrechnung der Pendlerpauschale zu seinen Gunsten zu verändern, um Mehreinnahmen nicht gleich wieder zu verpulvern andererseits aber beschlossen wird, dass die Vertreter eben dieses Bürgers für ihre Arbeit mehr verdienen sollen - so als ob genug da wäre.

Dies auch noch vor dem Hintergrund, dass die Pendlerpauschale eine Erstattung für tatsächlich entstandene Kosten ist, wohingegen die Bundestagsabgeordneten eine sehr großzügig bemessenen Pauschale erhalten, egal ob sie diese Aufwendungen tatsächlich hatten oder nicht - von all den anderen Vergünstigungen einmal abgesehen.

Optimal wäre es, wenn alle Politiker mehr Geld verdienen würden - dafür allerdings keinerlei Ansprüche für die Zeit nach ihrer Tätigkeit als Politiker erwerben. Denn all diese Leistungen sind ein erheblicher Kostenaufwand für die Bürger - ganz ohne Gegenleistung - der auch noch mit jedem Jahr stetig steigt. Die genaue Höhe dieser Gesamtkosten wurde mir ja leider bisher nicht mitgeteilt, muss aber bereits heute immens sein! Und wenn Sie ehrlich sind, wissen auch Sie, dass die Arbeitslosigkeit bei ehemaligen Politikern nicht gerade ein außerordentliches Problem ist.

Also bitte teilen Sie mir mit, wie hoch diese Kosten im Jahr 2006 waren und im Jahr 2007 sein werden, wie Sie zu der Diätenerhöhung stehen und ob Sie meinen, dass es eine Chance gibt, dieses Selbstbedienungssystem zu kippen bevor unsere Demokratie zu Grunde geht.

Mit freundlichen Grüßen
Susanne Brügmann

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