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Beantwortet
Autor Thomas Dischinger am 14. März 2018
1755 Leser · 240 Stimmen (-36 / +204) · 11 Kommentare

Innenpolitik

Islam- Einfluss an den Schulen wächst

Guten Tag Frau Merkel,

da in Deutschland ja nichts oder fast gar nichts über Probleme mit wachsendem Islam-Einfluss an den Schulen in Medien und öffentlich rechtlichen Fernsehen berichtet wird, will ich Ihnen mal an Hand von österreichischen Medien aufzeigen, wie der Islam auf unsere Schulen übergreift.

Dort hat eine Lehrerin ein Interview über diese Thema gegeben und auch viel Zuspruch erhalten.
„In einer Klasse von 25 Kindern müsste man 21 Kinder in unsere Gesellschaft integrieren".

Andere Lehrer, nehme mal an auch Deutsche Lehrer, würden es auch sagen, trauen sich aber nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=SGaSAv6nxtQ

Warum werden diese Probleme mit muslimischen Schülern nicht offen diskutiert und ernsthaft angepackt ?
Warum machen sie nicht mal einen runden Tisch mit Schulverantwortlichen oder der Basis vor Ort und lassen sich mal die Probleme schildern ?

Bringen sie aber nicht die Ausrede, es ist Ländersache.
Sie stehen in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass der Islam in unseren Schulen keinen Einfluss nimmt.

Diese Probleme, wie es die Lehrerin beschreibt, gibt es genauso an deutschen Schulen.

Fehler in der Integration werden nicht erkannt, weil man zu sehr in der Parteipolitik verstrickt ist, oder weil es einfach nicht interessiert und die Politker ihre Kinder auf Privatschulen schicken. Beispiele gibt es genügend dazu.

Das Schweigen muss endlich ein Ende haben.

+168

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 23. April 2018
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Dischinger,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Deutschland ist heute ein sehr vielfältiges Land. Etwa jeder fünfte Einwohner hat einen Migrationshintergrund, rund 4,5 Millionen Muslime leben in Deutschland. Dass sich unser Land verändert hat, darauf hat erst Ende März die Bundeskanzlerin in ihrer Regierungserklärung hingewiesen. So hat die Flüchtlingskrise Deutschland in beispielloser Weise gefordert. Sie war eine humanitäre Ausnahmesituation. Heute geht es darum, die Integration der geflüchteten Menschen voranzubringen, aber auch die dabei entstehenden Probleme klar zu benennen.

Sie sprechen in Ihrer Frage Probleme bei der Integration muslimischer Kinder und Jugendlicher im Schulunterricht an. Deutschland hat eine christlich-jüdische Prägung. Zugleich ist die Religion der hier lebenden Muslime ein Teil Deutschlands geworden. Umso wichtiger sind klare Regeln für das Miteinander, die alle, gleich welcher Herkunft oder Religion, einzuhalten haben. Zudem ist es zwingend notwendig, sich mit unserem Wertesystem und unserem Grundgesetz zu identifizieren. Dies muss schon in den Schulen deutlich kommuniziert werden. Wichtig ist auch, mit den muslimischen Verbänden im Gespräch zu bleiben. Eine Plattform für den Dialog ist die Deutsche Islamkonferenz, die der Bundesinnenminister fortsetzen wird.

Einen wichtigen Beitrag zur Integration der Muslime in unsere Gesellschaft kann auch der islamische Religionsunterricht in deutscher Sprache leisten. Da Bildungspolitik Ländersache ist, gibt es unterschiedliche Modelle. Nordrhein-Westfalen beispielsweise hat als erstes Bundesland 2012 bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht eingeführt. Die Schulministerin von NRW hat vor kurzem erklärt, diesen „unter staatlicher Aufsicht von in Deutschland ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern in deutscher Sprache“ fortzuführen.

Die Bundesregierung selbst fördert die Integration von Migranten und Flüchtlingen mit einem Bündel von Maßnahmen und Initiativen. Priorität hat das Lernen der deutschen Sprache. So wird das Bundesbildungsministerium – zusätzlich zum Finanzpaket, mit dem der Bund die Länder und Kommunen unterstützt wird – in den nächsten Jahren rund 130 Millionen Euro zusätzlich vorrangig in den Deutschunterricht investieren. Ein weiteres Beispiel: Wegen des Mangels an hauptamtlichen Lehrkräften werden Ehrenamtliche, häufig selbst Zugewanderte mit ausreichenden Sprachkenntnissen, zu Lernbegleitern ausgebildet. Über die Gesetze, die kulturellen Traditionen und die Gepflogenheiten in Deutschland informiert der Bund beispielsweise mit einer „Willkommens-App“.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (11)Schließen

  1. Autor Trudchen Küchler
    am 14. März 2018
    1.

    Thomas, ich habe Ihre grandiosen Beiträge schon vermisst.
    Meine Freundin ist an einer Schule tätig, sie hat schon längst einen Maulkorb verpasst bekommen. Sie selber fühlt sich als Frau nicht mehr sicher, wenn sie jemanden tadeln muss. Ohne Respekt bauen sich Schüler vor ihr auf, drohen nicht nur ihr, sondern auch der Familie. Oft geht sie heulend aus dem Klassenzimmer und ist am Rande des Nervenzusammenbruchs. Lehrstoff zu vermitteln, ist zweitrangig.
    Die Probleme sind bekannt bei der Schulleitung und bei den Politikern, aber keiner will den Maulkorb abnehmen, da ist es doch einfacher zusagen: Das ist Ländersache.

  2. Autor ines schreiber
    Kommentar zu Kommentar 1 am 15. März 2018
    2.

    Meine Cousine ist Erzieherin in einer Kita... vor einiger Zeit wurde sie von so einem dreijährigen , richtig heftig ins Gesicht geschlagen...
    Und das nur , weil sie dem kleinen Hosenmatz gesagt hat , er soll aufhören die Kinder mit Bauklötzen zu beschmeißen...
    Der Bruder war vorher schon auffällig geworden...
    Solche Fälle passieren tagtäglich mehrmals...

  3. Autor Felizitas Stückemann
    am 27. März 2018
    3.

    Was heisst "Einfluss", lieber Thomas, das ist aber edel
    formuliert: In unseren Schulen geht es bereits wesentlich
    härter zu, wie Bild, Titelseite vom 26.03.2018 berichtet:
    Da wird regelrecht Front gemacht gegen jüdische und
    christliche Schulkinder. Videos kursieren, wie man
    "Ungläubige" köpft. Das ist "Teil Deutschland GEWORDEN"

  4. Autor Erhard Jakob
    am 27. März 2018
    4.

    Die falsche Politik der Etablierten wird dazu führen, dass
    die AfD die stärste Partei in Deutschland wird.
    .
    Die falsche Politik in den 20iger und Anfang 30iger Jahre
    hat dazu geführt, dass die NSDAP die stärste Partei
    in Deutschland wurde!
    .
    Nicht das Volk ist schuld sondern
    die Etablierten.

  5. Autor Felizitas Stückemann
    am 28. März 2018
    5.

    Aber die Etablierten werden vom Volk gewählt, lieber
    Erhard. Wenn weniger die Grünen wählen würden, die
    das Chaos, je bunter je schöner, haben wollen, käme
    mehr Ordnung ins Gehege. Die Grünen sollen besser
    Borkenkäfer sammeln, erspart uns die Chemiekeule !

  6. Autor Erhard Jakob
    am 28. März 2018
    6.

    Felizitas alles richtig!
    .
    Die Etablierten bestehen aber
    nicht nur aus den GRÜNEN!

  7. Autor ines schreiber
    Kommentar zu Kommentar 5 am 29. März 2018
    7.

    Ich schließe mich an

  8. Autor Felizitas Stückemann
    am 01. April 2018
    8.

    Zu 6.: Fast richtig. Gilt nur für den Bund, Dank Christian
    Lindner FDP, wurde Jamaika-Grün verhindert. Gilt leider
    nicht für Länder und Kommunen. Da sitzen die dick drin:
    Z.B. in BW, der ehemalige Maoist Kretschmann, Grüne,
    Ministerpräsident. In Stuttgart, größe Feinstaub-belastete
    Stadt Deutschlands, Kuhn, Grüne, Bürgermeister. In
    Tübingen, Palmer, Grüne, der sagte, er müsse Wohnraum
    für Flüchtlinge beschaffen, brauche er nicht für Deutsche.
    In Berlin (Land) Rot/Rot/Grün, ganz schlimm. Frankfurt
    Kommune bestimmen Grüne was gemacht wird... Usw.usf.
    So ist es an der Basis und das muss aufhören !!

  9. Autor Bea Schmidt
    am 09. April 2018
    9.

    Wieder einmal ein sehr guter Beitrag von Herrn Dischinger; ich hoffe sehr, dass er unter die ersten 3 gevotet wird. Ich möchte hierzu auch etwas beitragen:

    https://www.emma.de/artikel/andrea-f-radikalisierung-334795

    Offenbar macht sich leider gerade ein militanter Kreationismus in einigen Schulen und damit in der Gesellschaft breit. Das darf in keinster Form auch nur ansatzweise geduldet werden.

  10. Autor Thomas Dischinger
    am 10. April 2018
    10.

    Vielen Dank Frau Schmidt für ihren Zuspruch, aber dieser Beitrag wird rechtzeitig so manipuliert werden, dass er nicht unter die ersten Drei und damit zur Beatwortung kommt.. Habe ich leider bei meinen letzten Beiträgen oft erlebt..

    Solange hier mit einfachsten Mitteln Mehrfachabstimmungen machbar sind,
    so lange glaube ich auch nicht mehr an eine ehrliche Abstimmung.

  11. Autor Felizitas Stückemann
    am 12. April 2018
    11.

    Zu 10.: Schaumama morgen auf das Endergebnis !!

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