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Autor Michael Rendler am 21. November 2007
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Soziales

Sehhilfe und (Sozial)politik

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

ich frage Sie:

Sind Sie Brillenträgerin?

Nein?

Schön für Sie. Falls Sie denn Sozialhilfeempfängerin werden würden, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, die Blindenschrift erlernen zu müssen.
Als Sozialhilfeempfänger und Arbeitsloser hat man gerade so viel, um einigermaßen Hoffnung zu haben, über die Runden zu kommen.
Wenn die Sehhilfe kaputtgeht, dann gibt es keine Hilfe. Dann sieht man halt nichts. Dann wird nicht mehr Fahrrad gefahren. Über die Straße nur noch mittels Signal gehen. Oder gleich zuhause bleiben. Einkaufen alleine ist kompliziert usw. Bekommt man dann wenigstens einen "Blindenhund"?
Dann hat man halt Pech gehabt. Die "tollen" Gesetze, die Volksvertreter wie Sie für "Untergebene" (das Volk) erschaffen haben, sind so "toll", dass ich mich wundere, dass Volksvertreter wie Sie sich darüber wundern, wenn deutsche Bürger sich radikal gesonnenen Parteien anschließen, manche Amok laufen, Suizid begehen, die Infrastruktur durch Streik lahmlegen, auswandern wollen, etc.
Was denken Leute wie Sie? Wie denken Sie? SInd Sie definitiv in der Lage, sich in die Situation jener, die Sie als Kanzlerin vertreten, auch finanziell wenig Bemittelter, hineinzuversetzen?
Wenn ja, können Sie das auch beweisen?

Die letzten beiden Fragen interessieren mich besonders.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Rendler

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