Das Projekt direktzu® Markus Lewe ist abgeschlossen; auf dieser Seite sind die direktzu®-Antworten dokumentiert. Sie erreichen OB Lewe weiterhin per E-Mail. Alternativ zu direktzu® hat die Stadt Münster verschiedene Online-Kommunikations- kanäle und E-Government-Dienste aufgebaut.

Beantwortet
Autor Hayat Mohamed am 21. Februar 2012
2316 Leser · 5 Stimmen (-1 / +4)

Gesellschaft und Soziales

"Missverstände des Islams" aufdecken

Sehr geehrter, Herr Oberbürgermeister, Markus Lewe

Und zwar geht es darum das man immer wieder nur negatives vom Islam zu hören bekommt hauptsächlich durch die Medien verursacht. Viele bezeichnen diese Religion als terroristisch und gewalttätig. Was ich persönlich sehr verletzend finde und mit Sicherheit auch viele andere junge Muslime. Wobei der Islam genau das Gegenteil zeigt und eine Friedliche Religion ist. Denn leider gibt es im Islam ,wie auch in jeder andere Religionen, Gruppen die "Nicht gut sind " Und den Islam Falsch interpretieren.Oder auch viele den unterschied zwischen Kultur und Islam nicht unterscheiden können, und somit den" Islam" schuld an manche, grausame taten geben. Denn : Wenn Z.b. aus einer Familie ein Cousin, dem anderen Cousin, sein Kuchenstück geklaut hat. Wird man mit sicherheit nicht die Gesamte Familie als Dieb oder schlechte Familie bezeichnen.Und so ist es auch mit dem Islam !

Aus diesen Gründen, finde ich das es eine sehr gute Idee wäre wenn z.b nicht-muslimische Bürger und muslimische Bürgen aufeinander treffen, und sich gegenseitig, austauschen sich Fragen stellen negative sowie positive Erfahrungen austauschen und somit vielleicht viele gegenseitige Vorurteile aus dem Weg geräumt werden können. So zu sagen einen „Toleranz Tag“ der auf missverstände des Islams beruht.

Ich hoffe Sie finden dies auch eine nützliche und sinnvolle Methode, um das miteinander leben der Bürger, der Stadt Münster. egal welcher Nationalität oder Religion man angehört, zu verbessern.

Lieben Grüß Hayat

+3

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Markus Lewe am 08. März 2012
Markus Lewe

Sehr geehrter Herr Hayat,

vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihren engagierten Impuls. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass es für die verschiedenen Gruppierungen innerhalb einer Stadtgesellschaft grundsätzlich wichtig ist, immer wieder aufeinander zuzugehen, einander kennenzulernen und den Dialog zu pflegen. Nur so können wir vermeiden, dass gegenseitige Fehleinschätzungen entstehen und eventuell sogar Ängste geschürt werden.

Besonders in Münster als Stadt des Westfälischen Friedens ist das „Aufeinander Zugehen“ ein grundsätzliches Prinzip – für die gesamte Gesellschaft, ihre verschiedenen Kulturen und selbstverständlich auch ihre Religionen. Auch die Stadtverwaltung leistet dazu ihren Beitrag und setzt sich für die Gleichbehandlung und Akzeptanz der Religionen hier in Münster ein. So lade ich jedes Jahr zum Treffen der Religionsgemeinschaften ins Rathaus ein. Mit dieser Veranstaltung möchten wir Kontakte über die Glaubensgrenzen hinaus vertiefen, Begegnungen ermöglichen und eine Plattform für Gespräche schaffen. Das ist uns bislang gut gelungen: Im vergangenen Jahr sind meiner Einladung Vertretungen von 68 Religionen, Konfessionen und Glaubensfamilien aus Münster gefolgt.

Und auch in unserem alltäglichen Verwaltungsleben treffen muslimische und nicht-muslimische Kolleginnen und Kollegen aufeinander: Sowohl im Integrationsrat als auch in der allgemeinen Verwaltung arbeiten Vertreterinnen und Vertreter muslimischen Glaubens. Selbstverständlich ist für die Stadtverwaltung und für mich persönlich darüber hinaus, dass unsere Bürgerinnen und Bürger unabhängig jeglicher Herkunft oder religiöser Zugehörigkeit fair und an den Bedürfnissen gemessen gleichberechtigt behandelt und unterstützt werden.

Aber zurück zu Ihrem Vorschlag, einen Toleranz-Tag ins Leben zu rufen, der eine Brücke zwischen Christen und Muslimen schlagen soll: Angesichts der Trennung von Staat und Kirche ist das Aufgreifen dieser Idee Sache der Beteiligten, das heißt in diesem Fall der christlichen Kirchen sowie der muslimischen Gemeinschaften. Der Stadtverwaltung und der Politik steht es nicht zu, sich an dieser Stelle federführend einzubringen.

Da es aber auch uns als Vertreter unserer Stadt wichtig ist, den bereits geführten Dialog zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen weiter zu verstärken, setzen wir gerne den entsprechenden Impuls: Ich habe Ihr Anliegen deshalb an den Arbeitskreis Christlicher Kirchen, an den Christlich-Islamischen Arbeitskreis Münster und auch an den Integrationsrat unserer Stadt weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen