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Beantwortet
Autor Hermann Meier am 23. Februar 2011
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Planen und Bauen

Soll die Marktallee in Hiltrup eine Durchgangsstraße bleiben?

Sehr geehrter Herr Lewe,

die Marktallee in Hiltrup ist die belebteste und hochwertigste Einkaufsstraße im Süden Münsters und Herz des größten münsterschen Vorortes. Zusätzlich besteht eine meist drei bis vierstöckige Wohnbebauung.

Leider ist die Marktallee gleichzeitig eine stark vom Durchgangsverkehr belastete Straße. Sie dient hier als Brücke zwischen dem Raum Angelmodde/Wolbeck und der Westfalenstraße (Richtung MS Zentrum über Hammer Str. oder Richtung Autobahnauffahrt Ascheberg).

Diese Brückenfunktion zur Westfalenstraße könnte allerdings auch die kleine hiltruper Umgehungsstraße (Glasuritstraße) leisten, die vor ca. 20 Jahren meines Wissens nach genau zu diesem Zweck gebaut wurde. Stattdessen herrscht auf der Glasuritstraße grundsätzlich gähnende Leere und die Marktallee ist stark befahren mit den entsprechenden Lärmbelastungen für Anwohner und Kunden der zahlreichen Geschäfte.

Meine Frage ist, ob es nicht möglich wäre, die Marktallee nur noch für Anlieger zu öffnen und den gesamten Durchgangsverkehr über die Glasuritstraße laufen zu lassen. Zumal sich das Problem nach Eroffnung der Autobahnanschlussstelle Hiltrup (bzw. Hiltrup-Amelsbüren) noch verschärfen wird.

Durch diese Maßnahme würde die Marktallee aufgewertet und die Lebensqualität aller Hiltruper deutlich gesteigert.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Meier

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Antwort
von Markus Lewe am 16. März 2011
Markus Lewe

Sehr geehrter Herr Meier,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Wie Sie wahrscheinlich wissen, ist die Marktallee derzeit noch Bestandteil der Landesstraße L 885. Diese beginnt im Westen am Kappenberger Damm (L 884) und endet im Osten am Albersloher Weg (L 586). Nach Auskunft des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung ist es vorgesehen, dass mit der Fertigstellung der sich aktuell im Bau befindlichen Verlängerung der Hansestraße der Straßenzug Hansestraße – Glasuritstraße die Funktion der L 885 übernehmen soll. Die Marktallee wird dann zu einer Gemeindestraße abgestuft.

Doch auch wenn die Marktallee derzeit noch als Landestraße deklariert ist, ist die gesamte Wegweisung bereits so ausgelegt, dass der Durchgangsverkehr über die Glasuritstraße geführt wird. Ihren Eindruck der leeren Glasuritstraße können unsere zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht teilen: Mit ca. 8.200 Kraftfahrzeugen pro 24 Stunden sind Marktallee und Glasuritstraße momentan annähernd gleich belastet. Sie unterscheiden sich lediglich in der Art des Verkehrs. Während die Glasuritstraße hauptsächlich vom Durchgangsverkehr genutzt wird, handelt es sich bei dem Verkehrsaufkommen auf der Marktallee überwiegend um sogenannten Ziel- und Quellverkehr. Verkehrserhebungen aus früheren Jahren ergaben, dass der Anteil des Durchgangsverkehrs auf der Marktallee bei unter 10 Prozent liegt.

Mit der Umgestaltung der Marktallee in den Jahren 2000/2001 fand auch eine umfangreiche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort statt. Ergebnis dieser Beteiligung war, dass insbesondere von den Geschäftsleuten der Marktallee auch nach der Umgestaltung eine durchgängige Befahrbarkeit „ihrer“ Straße gewünscht wurde.

Neue Wünsche der Anlieger, die sich für eine beschränkte Zufahrt der Allee aussprechen, sind hier in der Stadtverwaltung bislang nicht bekannt. Wir sehen deshalb derzeit keine Notwendigkeit, die Befahrbarkeit der Marktallee einzuschränken.

Mit freundlichen Grüßen