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Beantwortet
Autor Sabine Hendler am 19. Juli 2010
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Gesellschaft und Soziales

Spielplätze in Gremmendorf

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Lewe,

Gremmendorf ist ein Stadtteil mit einer sehr hohen Zahl von (kleinen) Kindern, die alle die diversen Spielplätze lieben.
Doch leider ist auf dem (einzigen) großen Spielplatz am Zwi-Schulmann-Weg an sonnigen Tagen so gut wie kein Schattenplatz zu finden, die Kinder müssten in der prallen Sonne spielen, was zur Folge hat, dass der Spielplatz dann leer bleibt. Zudem ist im Sand"kasten", in dem die Krabbelkinder spielen, ein Stahlbagger angebracht, der schnell zu Verletzungen führen kann, das einzige Karussel lässt sich nicht drehen. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, die Spielzeuge zu versetzen bzw. zu entfernen und z.B. Sonnensegel zu setzen?

In dem neuen Baugebiet Franz-Beiske-Weg/Erich-Greffin-Weg wohnen sehr viele junge Familien.Trotzdem wurde hier - im Gegensatz zu anderen Wohnbereichen - kein Spielplatz eingeplant. (Vielleicht weil die gesetzliche Pflicht dazu aufgehoben wurde?) Der nächste gerade auch für Kleinstkinder aus eigener Kraft (natürlich in Begleitung der Eltern) erreichbare Spielplatz ist jedoch überhaupt nicht für die Kleinen geeignet (Vörnste Esch), da sie überall runterfallen können.
Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, nun doch noch einen Spielplatz in dieser Umgebung einzuplanen? Noch sind zwei Bauplätze frei - einmal im Franz-Beiske-Weg, einmal an der Ecke Erbdrostenweg/Delstrup - oder direkt an dem Rad- und Fußweg hinter dem Franz-Beiske-Weg?

Über eine Beantwortung und Bearbeitung meiner Anliegen würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Sabine Hendler

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Antwort
von Markus Lewe am 12. August 2010
Markus Lewe

Sehr geehrte Frau Hendler,

zunächst einmal möchte ich mich für Ihr Engagement bedanken, mit dem Sie sich für die Spielplätze in Gremmendorf einsetzen. Es freut mich, zu hören, dass die kleinen Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils die städtischen Spielplätze schätzen. Das zeigt uns, dass wir als Stadt hier ein attraktives Angebot haben.

Natürlich kann es auch bei attraktiven Angeboten Verbesserungsbedarf geben: So wünschen Sie sich für den Spielplatz am Zwi-Schumann-Weg Sonnensegel. Diesen Sonnenschutz setzt die Stadt bereits erfolgreich in Kindertageseinrichtungen ein. Leider eignet er sich aufgrund des hohen finanziellen Aufwands für Pflege und Wartung nicht für öffentliche Spielplätze. Beim Bau des Spielplatzes am Zwi-Schumann-Weg 2002 wurden mehrere Bäume gepflanzt, die Schatten spenden sollen. Im Herbst werden zwei zusätzliche Bäume sowie ein Ersatzbaum für eine „ausgefallene“ Eiche gepflanzt. Diese sollen dann in den kommenden Sommern für noch mehr Schatten sorgen.

Die Schwergängigkeit des Karussells ist leider nicht rechtzeitig erkannt worden. Dank Ihres freundlichen Hinweises konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz den vorgesehenen Drehwiderstand umgehend wieder einstellen. Der von Ihnen angesprochene Sandbagger ist derzeit defekt – bis vor einigen Wochen stand er in der etwa 40 m² großen Sandfläche für Kleinkinder. Hier gibt außerdem noch zwei Federtiere, auf denen die Kleinen spielen können.

Die Ausstattung städtischer Spielplätze basiert in der Regel auf einer Bürgerbeteiligung, die vor der Objektplanung in Form einer Ideenbörse durchgeführt wird und bei der auch die Kinder selbst ihre Vorstellungen einbringen können. Dabei wird der Sandbagger sehr gerne genannt, weil er neben dem hohen Spielwert auch die Motorik und das soziale Verhalten der Kinder fördert. Unfälle mit dem Sandbagger sind uns bislang nicht bekannt. Das Gerät soll Ende September 2010 aus der Reparatur zurück sein – dann wird es auf mehrfachen Wunsch in der Sandfläche aufgebaut, in der die große Spielkombination steht.

Bis Mitte September 2010 wird der Spielplatz übrigens um zwei weitere Geräte erweitert: Am südlichen Eingang werden ein Pedaltrainer und ein Balancierbalken aufgestellt. Für diese generationsübergreifenden Bewegungsangebote engagiert sich die Bezirksvertretung Münster-Südost.

Dass im Baugebiet am Franz-Beiske- und Erich-Greffin-Weg kein zusätzlicher Spielplatz vorgesehen ist, hängt mit dem niedrigen Einwohnerzuwachs zusammen. Der Spielbereich wird nach Norden durch den Ortsrand Gremmendorfs, nach Süden durch den Gremmendorfer Weg und nach Westen durch die Strecke der Westfälischen Landes-Eisenbahn begrenzt. Der Spielflächenbedarf innerhalb des Bereichs ist aktuell mit 110 % ausreichend gedeckt. Dafür sorgen der Spielplatz Idaschule, der Spielplatz Am Loddenbach und der Spielplatz Zwi-Schumann-Weg.
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude mit und auf den Spielplätzen in Gremmendorf.

Mit freundlichen Grüßen