Das Projekt direktzu® Markus Lewe ist abgeschlossen; auf dieser Seite sind die direktzu®-Antworten dokumentiert. Sie erreichen OB Lewe weiterhin per E-Mail. Alternativ zu direktzu® hat die Stadt Münster verschiedene Online-Kommunikations- kanäle und E-Government-Dienste aufgebaut.

Beantwortet
Autor Bernd Schuster am 22. November 2011
2593 Leser · 7 Stimmen (-0 / +7)

Sonstiges

Telekom-Kettenbrief

Sehr geehrter Herr OB Lewe,

vielen Dank für Ihre Post.

„Ich kann sie ebenso wie alle anderen Haus- und Wohnungseigentümer/-innen nur herzlich dazu ermuntern, der Telekom ihre Zustimmung für den kostenlosen Glasfaser-Anschluss Ihrer Immobilie zu erteilen.“ Dies sei nämlich die Voraussetzung dafür, um „einen schnellen Zugang zum Internet mit Übertragungsraten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde“ zu erhalten“

Nach einem Anruf war schon nicht mehr die Rede von "kostenlos". Erst müssen wohl über 10% der Empfänger zustimmen.

Ich finde das Angebot jetzt nicht völlig unmöglich. Aber warum haben Sie für die Telekom geworben?

Hat die Stadt Münster wenigstens was dafür erhalten?

MfG

+7

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Markus Lewe am 21. Dezember 2011
Markus Lewe

Sehr geehrter Herr Schuster,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Eines möchte ich gerne von Anfang an klarstellen: Ich habe mit dem Brief an die Haus- und Wohnungseigentümer nicht für die Telekom und deren Produkte geworben. Als Oberbürgermeister habe ich den geplanten Ausbau des Glasfasernetzes in Münster als Beitrag zu einer Infrastruktur zukunftssicherer und leistungsfähiger Informationstechnologie unterstützt. Münster damit als Stadt des Wissens und der Kommunikation, als Stadt der Lehre und Forschung weiterzuentwickeln, sehe ich genauso als meine vorrangige Aufgabe, wie auch der Bürgerschaft und ihren Einrichtungen eine entsprechende Netzinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Darauf sind das moderne Münster und die Menschen, die hier leben und arbeiten, existenziell angewiesen.

Selbstverständlich steht es jeder Bürgerin und jedem Bürger frei, als Eigentümerin oder Eigentümer die Zustimmung zu einem Anschluss an das neue Netz zu erteilen oder davon abzusehen. Für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern entstehen keine Kosten. Für Ein- und Zweifamilienhäuser ist aufgrund der hohen Investitionen nach den Nutzungsbedingungen der Telekom eine Gebühr bzw. die Inanspruchnahme von Diensten der Telekom Voraussetzung. Das wird auch in der meinem Schreiben an die Bürgerinnen und Bürger beigelegten Broschüre der Telekom deutlich.

Sollten sich genug Interessierte für das Angebot finden, liegt der „Gewinn“ für Münster darin, im Ausbaugebiet an das moderne Glasfasernetz angeschlossen zu werden. Den Weg für einen solchen Anschluss mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu ebnen und Münster als leistungs- und wettbewerbsfähigen Standort weiterzuentwickeln, halte ich für sehr wichtig.

Mit freundlichen Grüßen