Der Betrieb der Plattform wurde eingestellt. Es können daher leider keine weiteren Beiträge zur Abstimmung freigegeben werden. Die Abstimmung für Beiträge ist geschlossen. Bereits veröffentlichte bzw. beantwortete Beiträge stehen jedoch auch weiterhin zur Information zur Verfügung.

Beantwortet
Autor Hartmut Pfuhland am 24. August 2010
3371 Leser · 13 Stimmen (-0 / +13)

Bilaterale Zusammenarbeit

Wiederaufbau der Landwirtschaft im Irak


Sehr geehrter Herr Bundesminister Niebel,
Herr Seehofer hat 2008 in einer Pressemitteilung 117 vom 23.07.2008 Gedanken für den Wiederaufbau der Landwirtschaft im Irak veröffentlicht.
Seit 2007 betreuen wir einen Irakischen Landwirtschaftsexperten. Er hat ein Projekt zur Rekultivierung der Landiwrtschaft im Irak erarbeitet. Im Juli 2010 verteidigte er erfolgreich seine Promotion an der Karls-Universität Prag. Er weilte u.a. im Dezember 2009 mit einer Delegation des Tschechischen Außenminsiterium und der Prager Universität in Bagdad. Bestehen in Ihrem Ministerium Aktivitäten zur Unterstützung des Wiederaufbaus der Landiwrtschaft im Irak und wer ist für unseren Klienten ein potentieller Ansprechpartner.
Für Ihre Bemühungen möchten wir uns recht herzlichen Bedanken und hoffen, mit Ihren Informationen die Aktivitäten unseres Klienten weiter unterstützen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Pfuhland

+13

Über diesen Beitrag kann nicht mehr abgestimmt werden, da er bereits beantwortet wurde.

Antwort
von Dirk Niebel am 04. Oktober 2010
Dirk Niebel

Sehr geehrter Herr Pfuhland,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema Wiederaufbau der Landwirtschaft in Irak.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung arbeitet zurzeit mit 58 Partnerländern erfolgreich zusammen – auch im Bereich Landwirtschaft. Irak gehört nicht zu diesen Partnerländern. Darum gibt es dort keine staatlichen Programme und Projekte, die von meinem Ministerium finanziert werden. Leider kann ich Ihnen deshalb keinen direkten Ansprechpartner für Ihr Anliegen nennen.

Wir unterstützen Irak aber im Rahmen der nichtstaatlichen Zusammenarbeit mit privaten Trägern. Zum Beispiel wird ein Vorhaben des Vereins „Dortmunder helfen in Kooperation e.V.“ (http://www.dhk-ev.de/Dhk-Seiten/Willkommen.html) von uns gefördert, das sich der ländlichen Entwicklung Iraks in der Region Kurdistan widmet.

Ich rate Ihnen darum dazu, sich bei Ihrer Kommune oder Kirchengemeinde, dem Landesnetzwerk der Nichtregierungsorganisationen oder bei Wohlfahrtsverbänden nach entwicklungspolitisch engagierten Gruppen zu erkundigen, die in Irak im Bereich der ländlichen Entwicklung engagiert sind. Ich denke, dass Sie auf diesem Weg einen Ansprechpartner für Ihr Anliegen finden können.

Wir sind in der Entwicklungszusammenarbeit auf ziviles Engagement und damit die Neugier und die Handlungsbereitschaft jedes und jeder Einzelnen in unserer Gesellschaft dringend angewiesen. Denn Entwicklungszusammenarbeit ist nicht allein Sache der Politik, im Gegenteil: Armut, Krieg, Umweltzerstörung und Klimawandel betreffen uns alle in unserem Alltag. Diese Aufgaben fordern die ganze Gesellschaft. Wir sind in der Entwicklungszusammenarbeit darum auf Menschen wie Sie angewiesen – auf Menschen, die bereit sind, sich für ein Anliegen persönlich einzusetzen. Für diese Bereitschaft und Ihr Engagement bedanke ich mich sehr herzlich und wünsche Ihnen viel Erfolg.

Weitere Informationen darüber, wie Sie sich persönlich engagieren können, finden Sie auch auf unserer BMZ-Website in der Rubrik „Mitmachen!“ unter http://www.bmz.de/engagement.