Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, werde ich am 28. August vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. Deshalb wird es mir künftig nicht mehr möglich sein, Ihre Fragen an dieser Stelle zu beantworten. Der Bürgerdialog über das Onlineportal direktzu.de hat in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Anliegen und Problemen von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert. Ich habe mich über die anhaltende Resonanz sehr gefreut. Sie dokumentierte Ihr Interesse am Lebensumfeld, aber auch an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal war für mich wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bot die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus habe ich mich stets um Antwort bemüht. Für mich war darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs bei uns im Land befördert. Fragesteller und auch ich wussten dadurch: Das interessiert Viele!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die vielen interessanten Fragen und Einschätzungen.

Herzlichst

Ihr

Matthias Platzeck

Archiviert
Autor Jan-Erik Hansen am 15. April 2011
5943 Leser · 57 Stimmen (-0 / +57) · 0 Kommentare

Vorhaben, Vorschläge und Ideen

Einheitliche Behördennummer 115 startet in den Regelbetrieb- nur in Brandenburg nicht….

Sehr geehrter Herr Platzeck,

in einem zweijährigen Pilotbetrieb wurde die einheitliche Behördennummer 115 seit dem 24. März 2009 in Modellregionen erprobt – mit Erfolg: Inzwischen können 15,3 Millionen Menschen in sieben Bundesländern den Service in Anspruch nehmen. Der Pilotbetrieb hat gezeigt, der verwaltungsübergreifende Charakter der 115 und die kooperative Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen funktionieren und leisten einen wichtigen Beitrag für mehr Transparenz, Serviceorientierung und Bürgernähe in der öffentlichen Verwaltung. Gemeinsam wurde daher beschlossen, das Projekt in einen gemeinsam finanzierten Regelbetrieb zu überführen.

Am 14. April 2011 wurde der Regelbetrieb offiziell mit einer Veranstaltung in Berlin gestartet. Anschließend nahm die neue Organisation des Regelbetriebs erstmals ihre Arbeit auf, die erste Teilnehmerkonferenz tagte.

Meine Fragen an Sie wären
:
1. Warum kann ich aus dem Bundesland Brandenburg die einheitliche Servicenummer 115 nicht nutzen/wählen?

2. Setzen Sie sich bzw. setzt sich die Landesregierung des Landes Brandenburg aktiv (und wenn ja in welcher Form), dafür ein, dass wir Brandenburger die bundeseinheitliche Servicenummer auch wählen können und diesbezüglich nicht benachteiligt gegenüber anderen Bundesländern sind?

Wie konnte es Ihrer Meinung nach erst zu dieser Benachteiligung kommen, dass aus dem Bundesland Brandenburg diese bundeseinheitliche Servicenummer 115 gar nicht wählbar ist?

Vielen Dank.

Viele Grüße

Jan-Erik Hansen

+57

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.