Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, werde ich am 28. August vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. Deshalb wird es mir künftig nicht mehr möglich sein, Ihre Fragen an dieser Stelle zu beantworten. Der Bürgerdialog über das Onlineportal direktzu.de hat in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Anliegen und Problemen von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert. Ich habe mich über die anhaltende Resonanz sehr gefreut. Sie dokumentierte Ihr Interesse am Lebensumfeld, aber auch an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal war für mich wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bot die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus habe ich mich stets um Antwort bemüht. Für mich war darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs bei uns im Land befördert. Fragesteller und auch ich wussten dadurch: Das interessiert Viele!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die vielen interessanten Fragen und Einschätzungen.

Herzlichst

Ihr

Matthias Platzeck

Archiviert
Autor Katja Knothe am 25. April 2012
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Arbeitsmarkt

Unrecht zu Recht erklährt

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

im August 2011 wurde ich aus innerbetrieblichen Gründen gekündigt. Ich bin ganzheitlich ausgebildete Physiotherapeutin. Schon beim ersten Termin im Arbeitsamt Zossen am 20.09.2011 stellte ich einen Antrag auf Existenzgründungszuschuß den nur als ganzheitlich denkende, selbstverantwortliche Therapeutin habe ich die Freiheit meine Behandlungszeiten individuell an den Bedürfnissen meiner Patienten anzupassen. Ich bekam von der Agentur für Arbeit eine Liste von Aufgaben um die Vorraussetzungen für eine Existenzgründung zu erfüllen und machte mich sofort an die Arbeit. Marktanalyse erstellen, Buissenesplan schreiben, Gründungscoatsching Makler aufsuchen Mietbewerbungen schreiben, Bankgespräche usw.
Im Dezember 2011 hatte ich dann eine passende Immobilie für meine Praxis in Wünsdorf gefunden. Die Räume mußten aber noch Praxisgerecht umgebaut werden und während der Umbaumaßnahmen ging ich noch zur Schulung um die Prüfung für freiverkäufliche Arzeneikräuter bei der Ihk Potsdam ablegen zu können. Die Prüfung bestand ich am 8 Februar 2012 die Bauarbeiten waren ein paar Tage später abgeschlossen allein der Umbau, die Schulung und das Gutachten über meinen Buissenesplan haben 9000,- Euro verschlungen.Ich meldete mein Gewerbe an und brachte dann alle erforderlichen Unterlagen zur Agentur für Arbeit.
Am 12.03.2012 kam die Antwort , "Ihrem Antrag vom 12.01.2012 kann nicht entsprochen werden". Ich aber kann beweisen das mein Antrag am 20.09.2011 gestellt wurde mit
Unterschrift meines ersten Sachbearbeiters von denen ich in 4 Monaten 3 verschiedene hatte. Begründung am 22.02.2012 also 10 Tage nach meiner Praxiseröffnung hatte es im Bundesgebiet 56 freie Stellen für Physiotherapeuten gegeben. Im Artikel skandalöse Förderpolitik auf Ihren Seiten hatte ich Sie schon mal um Hilfe gebeten, Ihre Recherchen waren leider nur sehr einseitig. Meine Privatpraxis in Wünsdorf enwickelt sich besser als im Bussinesplan berechnet da ich als ganzheitlich Ausgebildete Physiotherapeutin mit meiner Arzeneikräuterberatung auch Hilfe zur Selbsthilfe geben kann. Meine Behandlungen sind effektiv und führen schnell zum gewünschten Erfolg, es gibt nur in Cottbus eine Praxis für ganzheitliche Physiotherapie.
Meine Behandlungsweise ist vom Ausbildungsstand und der erlernten und angewendeten Techniken nicht mit der Arbeit einer Kassenärztlichen Physiotherapeutin vergleichbar und nach dem Grundgesetz kann man nicht zu einer Arbeit gezwungen werden. Mit anderen Worten wenn ich in der Qallität meines Erlernten, schlechter Arbeiten muss als ich kann, so verstoße ich gegen meine Ethischen und moralischen sowie Weltanschaulichen Grundsätze. Wenn mir Nachteile auf Grund der Tatsache entstehen das ich zu meiner Überzeugung stehe dann begreife ich mich nicht mehr in einer Demokratie und bin gezwungen in den Wiederstand zu gehen, als Bundesbürger ist das sogar meine Pflicht. Sie selbst Herr Ministerpräsident haben an Lieschen Müller vor einiger Zeit geschrieben das mnn nach dem Gleichheitsgrundsatz Ungleiches nicht zu gleichem machen kann, obwohl es auch die christliche Regelung Gnade vor Recht gibt. Wenn mein Schreiben Sie erreicht bitte ich Sie dringend Gründlicher zu recherchieren als Sie das im Falle Genesium-Pojekt getan haben. Wenn schriftliche Beweise belegen das Mitarbeiter von Behörden oder anderer Staatlichen Institutionen geschlampt oder nicht korrekt gearbeitet haben dann muß mann auch bereit sein sich das anzusehen. Ich habe meine Existenzgründung zwar geschafft doch die Verweigerung des Gründungszuschusses im nachhinein ist eines angeblichen Rechtsstaates einfach nicht würdig und für mich in der Gründungsphase sogar gefährlich.
Sind Sie Herr Ministerpräsident bereit für die Aufklährung dieser Angelegenheit einzutreten oder wird es Ihnen auch wieder nur Leid tun und das mit viel Verständniss meine Loyalität zu meinem Heimatland hängt davon ab.

Herzliche Grüße
Katja Knothe

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