Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, werde ich am 28. August vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. Deshalb wird es mir künftig nicht mehr möglich sein, Ihre Fragen an dieser Stelle zu beantworten. Der Bürgerdialog über das Onlineportal direktzu.de hat in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Anliegen und Problemen von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert. Ich habe mich über die anhaltende Resonanz sehr gefreut. Sie dokumentierte Ihr Interesse am Lebensumfeld, aber auch an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal war für mich wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bot die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus habe ich mich stets um Antwort bemüht. Für mich war darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs bei uns im Land befördert. Fragesteller und auch ich wussten dadurch: Das interessiert Viele!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die vielen interessanten Fragen und Einschätzungen.

Herzlichst

Ihr

Matthias Platzeck

Archiviert
Autor Martina Zenker am 28. September 2009
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Sonstiges

Vernässungsprojekt Biesenthaler Becken

Sehr geehrter Herr Minister Matthias Platzeck,

wir wohnen in Biesenthal-Wullwinkel am Rande des Biesenthaler Beckens und haben einen kleinen Landwiortschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb, der vorher von den Schwiegereltern im Hauptwerwerb betrieben wurde. Unser Betrieb wird völlig ökologisch, extensiv bewirtschaftet nach den Richtlinien der Naturschutzverordnung die Sie 1999 in Bernau mit verabschiedet haben.
Jetzt soll ein großer Teil unserer Flächen vernäßt werden. Wir sind nicht gegen das Vernässungsprojekt, aber wir möchten Austauschflächen für unseren Betrieb, alle Bemühnungen die unserer Seits betrieben werden laufen ins Leere. Unsere Bemühungen mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem NABU eine Lösung zu finden sind ohne Erfolg. Es werden Gräben einfach umgewidmet, wir dürfen keine Gräben mehr räumen und die Grabensohlen sollen angehoben werden. Bisher wurde immer nach den Richtlinien der Naturschutzverordnung gearbeitet, die Wiesen werden zur Heugewinnung gemäht, eine landwirtschaftliche Nutzung ist in der Naturschutzverordnung zugesichert. Nach der Umwidmung der Gräben haben wir einen Antrag auf Grabenräumung gestellt und wie erwartet eine Absage erhalten, ohne Begründung und auch keinen Bescheid, um die Möglichkeit einer gerichtlichen Entscheidung zu erlangen. Jede Behörde weist die Zuständigkeit zurück, wir wissen, dass nicht alles korrekt verläuft. Für uns ist das eine schleichende Enteignung. Wir haben das Gefühl wir laufen gegen Windmühlen.
Wir haben uns an die Bauernzeitung gewand, die beiden Zeitungsartikel sind in der Anlage.
Die notwendige Technik zum schonenden Bearbeiten der Flächen haben wir mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand angeschafft.
Wenn die Flächen vernäßt werden, können wir die Flächen nicht mehr nutzen und das Futter im angrenzenden Gebiet ist minderwertig und die Heugewinnung auf den nassen Wiesen ist auch nicht mehr möglich.

So wie es jetzt aussieht ist es für uns eine schleichende Enteignung mit einem Verlierer, und der sind wir.

Könnten Sie uns bei dem für uns risiegem Problem unterstützen, damit wenigstens alles ordnungsgemäß verläuft.

Mit freundlichen Grüßen

Martina Zenker

Leider bekomme ich die beiden Artikel nicht geladen, werde sie auf dem Postweg zu senden.
Es sind die Atrikel aus der Bauernzeitung Brandenburg
Heft 7/2009 - Wiesen unter Wasser
37/2009 - Der Frust ist gewachsen

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