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Ministerpräsident Prof. Dr. Böhmer dankt allen Nutzern der “direktzu Böhmer”-Plattform für Ihr Interesse und Ihre Aktivität.

Beantwortet
Autor Michael Brett am 02. Februar 2011
2948 Leser · 3 Stimmen (-0 / +3) · 0 Kommentare

Sonstige

Hilfe für die Helfer von Hohdorf?

Sehr geehrter Hr. Ministerpräsident Prof. Dr. W. Böhmer,

tief bestürzt , wie warscheinlich ganz Deutschland konnten wir alle die Bilder vom Zugunglück mitverfolgen. Dennoch ließ mich heute eine Meldung im Rundfunk aufschrecken. Die Ersthelfer des DRK vor Ort haben ihre Kündigung in der "Tasche ". Das kann doch wohl nicht sein! Diese Helfer haben doch einen " Orden " verdient , bzw. hier muß doch die Landesregierung schnell Helfen. Die Menschen benötigen sofort eine neue Arbeit mit einer ordentlichen Bezahlung! Wir alle können doch froh sein, dass es Menschen gibt, die sich so selbstlos einsetzen wie diese Helfer vom DRK. Könnte ich diesen Menschen helfen, würde ich sofort reagieren. Ich möchte hier nicht politisch werden. Man kann als normaler Mensch nicht verstehen das man Krankentransporte, also Hilfe am Menschen, in einer Ausschreibung vergibt. Qualität mit der richtigen Bezahlung der Menschen, die für Hilfe sorgen, das sollte doch oberste Priorität haben.

Das Leben sollte man nicht dem Profit unterordnen!

Ich habe vollstes Vertrauen Hr. Prof. Dr. Böhmer, dass Sie hier helfen werden.

Hochachtungsvoll
Michael Brett

(Halle/Saale)

+3

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Antwort
von Prof. Dr. Wolfgang Böhmer am 07. März 2011
Prof. Dr. Wolfgang Böhmer

Sehr geehrter Herr Brett,

auch mich hat das Unglück von Hordorf sehr beschäftigt. Ich habe im Namen der gesamten Landesregierung anlässlich der Trauerfeier im Halberstädter Dom meine Anteilnahme gegenüber den Angehörigen der Opfer und meinen Dank gegenüber den Helferinnen und Helfern zum Ausdruck gebracht. Und dass wir gerade den Einsatz der Polizisten und Helfer besonders zu schätzen wissen, haben wir im Rahmen einer Dankeschön-Veranstaltung am 4. März noch einmal ausdrücklich betont.

Nun aber zu Ihrem Anliegen, das nicht in der Zuständigkeit der Landesregierung liegt und zu dem ich deshalb nur einige wenige Sätze sagen kann:

Es hat im Landkreis Börde weit vor dem tragischen Unglück eine neue Ausschreibung der Rettungsdienstleistungen gegeben. Der Landkreis hat die Leistung also neu vergeben. Das DRK war dabei unterlegen. Dass der Zeitpunkt für den Übergang der Rettungsdienstleistungen von einem Anbieter nur wenige Tage nach dem tragischen Unglück und damit nach dem engagierten Einsatz der DRK-Helfer in Hordorf stattfand, ist schlicht ein Zufall. Das eine hat also mit dem anderen nichts zu tun.

Nach meiner Kenntnis sind aber zumindest einige der DRK-Helfer vom neuen Rettungsdienstanbieter übernommen worden, und ich hoffe auch für die anderen DRK-Helfer auf eine gute berufliche Perspektive.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Wolfgang Böhmer