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Autor Christopher Bruhn am 24. August 2009
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Familie

Bearbeitungsdauer Familienkasse

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

ich bin ein 19 jähriger Auszubildender. Sie können sich sicher vorstellen, dass man als Auszubildender auf jeden Cent angewiesen ist.

Nach dem Erreichen des 18 Lebensjahr, muss man einen Antrag auf Verlängerung der Kindergeldzahlung stellen. Jedoch gibt es hier sehr hohe Bearbeitungsdauern.

In Ihrer Antwort zum Beitrag "Bearbeitungsdauer beim Kindergeld" gingen Sie bereits teilweise darauf ein.

Am 09.06.2009 schickte ich meinen Kindergeldantrag ab. Nun wartete ich 3 Wochen und es kam keine Reaktion seitens der Familienkasse. Darum beschloss ich dort anzurufen. Man teilte mir mit, dass meine Unterlagen am 26.06.2009 eingegangen aber noch nicht bearbeitet seien. Ebenso, dass eine Bearbeitung momentan 6-8 Wochen dauern kann. Was sehr erstaunlich ist, anscheinend braucht die Deutsche Post neuerdings 14 Werktage für die Zustellung eines Briefes. Möglicherweise handelt es sich aber auch um gezielte "Zeitgewinnung" der Familienkasse, das überlasse ich Ihrer Vorstellungskraft.

Exakt 6 Wochen (07.08.2009) nach dem "Eingang der Unterlagen" rief ich erneut an. Man sagte mir, es ist noch nichts bearbeitet worden. Allerdings sicherte man mir zu, dass die Familienkasse "angemahnt" wird und die Akte dann gezogen werden muss. Für mich ein bedeutender Fortschritt.

Als ich Anfang dieser Woche (17.08.2009) erneut anrief, wurde mir mitgeteilt, dass es immernoch keinen Fortschritt gäbe und man telefonisch nicht mehr machen konnte.

Das war für mich Grund genug, mich persönlich bei der Familienkasse vorzustellen. Als ich am Empfang um Auskunft bat, erhielt ich wieder die selbe Auskunft, es ist nichts passiert. Dann fragte ich nach den Gründen, die nette Dame teilte mir mit, dass es zu wenig Leute gäbe um die Aufträge zu bearbeiten. Ich sagte ihr, dass ich das unmöglich glauben kann. Das würde ja einen enormen Anstieg der Geburtenrate in Nordbrandenburg bedeuten. Außerdem seien noch viele Anträge vor mir an der Reihe, nämlich all die, die vor mir da waren. Jedenfalls hat sie den Antrag nochmal mit einem Dringlichkeitsvermerk versehen. Ob meine Akte dann "gezogen" wird entscheidet der Sachbearbeiter der die Aufträge verteilt. Also wenn ich Glück habe dann bekomme ich in den nächsten 2 Wochen bescheid. Oder ich muss länger warten.

Nun zu meiner Frage: was können Bund/Länder tun um die Bearbeitungszeit bei der Familienkasse zu verringern?

Ich bin garantiert kein Einzelfall, fragen Sie die Menschen egal ob auf der Straße oder in Internet-Foren.

Solche Bearbeitungsfristen sind nicht normal, wäre es nicht vernünftig, einfach mehr Personal einzustellen bzw. endlich Bearbeitungsfristen einzuführen? Viele Antragsteller brauchen das Geld dringend. Und über Folgen, indessen das Kindergeld ausbleibt bekommt man keine Entschädigung.

Vielleicht sollten Sie sich als Ministerin auch einfach mehr mit den Familienkassen in Verbindung setzen, dann wüssten Sie, dass die Bearbeiter gute Arbeit leisten aber einfach zu viel Arbeit haben.

Frau von der Leyen bitte verzeihen Sie mir meinen Ärger aber wer über ein Jahr kein Kindergeld bekam obwohl es zusteht und man es dringend gebraucht hätte - ist nun mal frustriert.

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