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Autor Rainer Hennig am 16. November 2009
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Familie

Elterngeld? oder ist harz IV einfacher??

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

ich bin sehr erschüttert, wie schwer es ist Elterngeld zu bekommen und welche Fallen und Tücken damit verbunden sind. Mein Sohn wurde im September 08 geboren. Bei meiner Frau war die Beantragung relativ einfach und hat vorerst funktioniert. Ich habe ursprünglich nur vorgehabt den 13. LM Elternzeit zu nehmen. Man ist ja froh heute Arbeit zu haben. Um einmal mehr Geld für die Familie zu haben und meinen Arbeitgeber nicht zu verärgern. Beim ersten Antrag wurde mir gesagt, das zwingend mind. 2 Monate genommen werden müssen. Nach langem Kampf mit meinem Arbeitgeber (Entscheidung musste ja jetzt kurzfristig her) konnte ich den zweiten Monat Teilzeitarbeit machen. Jetzt ging der Kampf mit den Anträgen los.

Meine Frau hatte im 11 LM also August und auch Sept. Teilzeit gearbeitet um in Ihren Job wieder reinzufinden und nicht von Null auf hundert einzusteigen. Dabei wurde sie schon mit einer Rückzahlung von 600 Euro sofort bestraft. Aber nicht genug.

Ich habe EG beantragt und musste die letzten 12 Gehaltszettel vor der Geburt meines Sohnes einreichen. Mittlerweile nach fast einem Jahr habe ich im Normalfall ca 1000 Euro mehr auf meinem Lohnzettel stehen als zur Geburt bzw. vor Geburt meines Kindes. Nicht nur das mir diese 1000 Euro fehlen werden dann ja nur 67 % ausgezahlt, was für unsere Familie einen herben finanziellen Einbruch bedeutete. Aber das war noch nicht der Gipfel....

Nach langem Kampf mit meinem Arbeitgeber, hatte ich endlich alle Unterlagen zusammen die ich benötigte. Die Mitarbeiterin bei der EG-Stelle versicherte mir den Antrag schnellstens zu bearbeiten. Was dann letztendlich knappe 6 Wochen dauerte. Im Monat Oktober haben wie dadurch von 320 Euro gelebt. Als ich Ihre Mitarbeiterin dazu befragte sagte Sie mir , dass mein EG mit dem Rückzahlungsbetrag verrechnet werden müsste und vor entgültiger Festsetzung keine Auszahlung erfolgen kann. Als ich Ihr die Frage stellte wie wir drei mit 320 Euro leben sollten (Essen ; Miete etc) sagte Sie mir frech dass es nicht Ihr problem ist und Sie nur Ihre Arbeit macht. Der Rest wäre egal. Sie gab mir dann noch eine Tel.nr. vom Christopheruswerk und von der Erfurter Tafel. Dies fand ich auch sehr erbauend.

Als gutverdienender Arbeitnehmer wird man wegen einem Kind zum Bettler. In unserem Fall ging es um 2 Monate. Wie wäre es dann bei Mehren Monaten.

Ist man denn Immer der dumme, wenn man als Familie ein Kind in die Welt setzt. Eigentlich wollten wir ja noch ein Kind, aber bei so einer kinderfeindlichen Politik, macht das keinen Sinn, oder wir müssten beide vorher kündigen und ALG I oder II beantragen, da ginge es uns leider besser.

Sie sollten die ganze Bearbeitung und die Aussreichung des EG an Familie überdenken, sonst kann ich Ihnen versprechen, das es deutlich weniger Kinder geben wird, oder mehr Kinder bei Arebitslosen.

Warum wurde dieses Gesetz so Familienunfreundlich gemacht??

MfG

Rainer Hennig

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