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Autor Doris Grupe am 26. Februar 2009
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Kinder und Jugend

fehlende Arbeitsplätze für sehr gut ausgebildete junge Leute

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

mit folgendem Anliegen wandte ich mich schon vor einem Jahr an die offizielle Kontaktadresse der CDU, und weil ich keine Antwort bekam, auch an andere Parteien, von denen ich auch nur keine Antwort bekam.
Deshalb, da sich die Situation seitdem nicht verändert hat, ein erneuter Versuch, auf ein Problem aufmerksam zu machen, welches bestimmt nicht nur unser privates Problem ist, sondern auch die Gesellschaft und damit die Politikverantwortlichen interessieren müsste.
Nicht nur die weniger gut ausgebildeten jungen Leute haben fast keine berufliche Zukunft, sondern auch die, die jahrelang mit großer Disziplin für ihre Zukunft arbeiten. Ich selbst habe eine 27-jährige Tochter, die unter großen Zukunftsängsten leidet, obwohl sie sehr fleißig ist. Mit 3 Jahren erlernte sie ein Musikinstrument, nahm mit Erfolg an Jugend musiziert teil, machte ihr Abitur mit Erfolg, war ein Jahr in Amerika, machte eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Dresdner Bank, nach Beendigung des befristeten AV studierte sie Politik- und Kommunikationswissensch. (Bachelor) mit überdurchschnittlichem Erfolg. Hat sich schon in einigen Unternehmen beworben und nicht einmal eine Antwort erhalten. Und wenn sie eingeladen wird, scheint es sich nur um formale Bewerbungsgespräche zu handeln. Auch kann es nicht an der fehlenden Ausstrahlung oder dem fehlenden Charme oder gar fehlender Motivation liegen. Sie legte nach dem Studium nicht die Hände in den Schoß, sondern war seither aktivst damit beschäftigt, sich zu bewerben, und gibt für wenige Euro auf selbstständiger Basis Nachhilfe. "In Sack und Tüten" waren schon interessante Vorträge an einer Volkshochschule, die leider, weil sich niemand, aber auch wirklich niemand für die Themen (Pisa, Bildungspolitik, national und international, Europapolitik, Bundestagswahlen) interessierte, abgesagt werden mussten. Zum Teil hat sie daran schon Stunden gearbeitet. Dafür fuhr sie u. a. zu den Schulen und diversen Büros einiger Parteien, um dafür Interessenten zu gewinnen. Die Erfahrungen, die sie da sammelte, waren auch nicht gerade beflügelnd. Politische Projektarbeit an Schulen wird vielleicht finanziert, aber selbst die Schulen winken müde ab. Inzwischen musste sie unter Tränen Hartz IV beantragen. Was macht unser Land mit diesen jungen Leuten, die wirklich alles aus eigener Kraft tun und doch keinen Erfolg haben? Wie werden junge Leute motiviert? Warum wird nicht auch ein intensives Augenmerk vonseiten Ihrer Partei auf diese jungen Leute gelenkt und dementsprechend gehandelt. Was wird konkret getan, um diese jungen Leute von der Abwanderung abzuhalten. Diese jungen Leute haben z. T. das Gefühl, dass Fleiß im Studium und bei der Arbeit nichts mehr wert sind. Und von Familienplanung ganz zu schweigen. Und das ist nicht nur bitter und beängstigend, sondern kann doch auch gesamtgesellschaftlich nicht so gewollt sein.
Vielen Dank dafür, wenn Sie sich für mein/unser Problem einen Moment Zeit nehmen.

Mit freundlichen Grüßen. D. Grupe

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