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Autor Horst Günter am 31. März 2009
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Familie

Finanzieller Ruin durch Steuerklasse 2

Sehr geehrte Frau von der Leyen

nachdem meine Kinder seit 1998 den Krebsverlauf meiner Frau miterleben mussten, habe meine Kinder (damals 9 und 13 Jahre)im Sommer 2007 ihre Mutter verloren.

Nachdem ich dann bis zum Sommer 2008 arbeitslos war und „nur“ meine Kinder betreut habe um Sie über den Verlust Ihrer Mutter hinweg zu trösten, habe ich alle Ersparnisse aufgebraucht. So dass ich froh war, seit dem Sommer 2008 meine Kinder im Sportinternat in Halle unterbringen zu können um gleichzeitig eine neue Tätigkeit als Kaufmännischer Leiter annehmen zu können. Nun schien es, als ob alles wieder in geregelten Bahnen laufen kann. Bis ich dann im Januar 2009 ein neues böses erwachen feststellen musste. Ich wurde in die Steuerklasse 2 mit zwei Kindern eingruppiert, was dazu führte, dass ich noch im September 2008 ein Bruttoeinkommen von 4.500,-- hatte, bei dem ich ca. 3.500,-- Euro ausgezahlt bekam. Nachdem ich dann einen Dienstwagen bekam, der mich finanziell entlasten sollte führte dies dazu, dass ich seit Januar 2009 nur noch 2.100,-- netto überwiesen bekomme.

Meine Ausgaben, resulltierend noch aus den Verpflichtungen die ich einst mit meiner Frau gemeinsam eingegangen bin reichen nun in keinster Weise, das zu Hause meiner Kinder zu retten.

Ist das vom Staat wirklich gewollt, dass eine Familien, wo die Mutter zweier Kinder stirbt, nun auch noch das zu Hause verlieren? ZUsätzlich werden die Kinder auch keinen Leistungssprot mehr betreiben können, da ich ich die enorme finanzielle Belastungen daraus ebenfalls nicht mehr finanzuieren kann. Meine Kinder gehören in Ihrer Hauptdisziplin und Altersklasse zu den 10 besten Schwimmern Deutschlands. Nun muss ich ihnen beibringen, dass ich nicht mehr genügend Geld verdiene um ihnen ihre weitere sportliche Karriere zu finanzieren und das bei 4.500,-- Brutto.

Ich weiß nicht, wer auf die Idee kommt, dass ein alleinerziehender verwitweter Vater mit zwei Kinder weniger Geld benötigt, wie eine komplette Familie oder sogar ein Ehepaar ohne Kinder. Hier stimmt ganz und gar was nicht im deutschen System. Auf mir lastet derzeit alles. Ich arbeite täglich fast 11 Stunden, versorge die Kinder und kümmere mich um den Haushalt.

Obwohl ich gewiss nicht schlecht verdiene, werden nun meine Kinder neben ihrer Mutter auch noch zu Hause und ihren geliebten Sport verlieren. Ich weiß nicht, wie ich ihnen das beibringen soll.

Ein verzweifelter und verständnisloser Bürger

Horst Günter

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