Sehr geehrte Nutzer von direktzu.de/vonderleyen. Diese Plattform ist aufgrund des Wechsels an der Spitze des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) archiviert. Sie können daher keine Beiträge veröffentlichen oder bewerten. Bereits veröffentlichte bzw. beantwortete Beiträge stehen Ihnen jedoch weiterhin zu Ihrer Information zur Verfügung. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Archiviert
Autor Katrin Lehmberg am 11. Juni 2009
1450 Leser · 6 Stimmen (-1 / +5)

Familie

Frühgeburten

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

meine Freundin hat im September 2008 ein Mädchen geboren. Sie ist viel zu früh geboren. Sie war 850 gr. schwer. Es gab viele Komplikationen. Sie hat sich danach für die 1-jährige Elternzeit entschieden. Sie hat damals natürlich auch nicht gedacht, dass der Weg so steinig und langwierig werden würde. Nachdem das 1 Jahre herum war, bekam sie keine finanzielle Unterstützung mehr. Ihr Mann arbeitet als Tischler und Sie können sich ja vorstellen, dass bei der momentanen wirtschaftlichen Lage die Geldeingänge nicht konstant sind, da viele Aufträge weggebrochen sind und die Zahlungsmoral doch sehr schlecht ist.

Meine Freundln muss mit ihrer Tochter viel umherfahren - sie lebt auf dem Lande -, um die Therapien und Arztbesuche abzusichern. Sie hat aber ein Problem. Dadurch, dass sie keine finanzielle Unterstützung mehr bekommt - sie hat alles versucht (Wohngeld, Hartz-IV, etc. - immer ist sie 0,01 EURO über der Grenze -) - stellen schon diese Fahrten ein Problem der Benzinkosten dar. Von der Krankenkasse erhält sie keine Unterstützung. DIese wird wohl nur gewährt, wenn die Kleine stationär behandelt wird. Pflegegeld bekommt sie auch nicht, da angeblich nicht so viel Pflege notwendig ist. Die Kleine kann mit 1 3/4 Jahren noch nicht alleine sitzen, stehen o.ä. Meine Freundin kümmert sich hingebungsvoll um ihre kleine Tochter. Sie fördert sie, übt viel mit ihr. Warum gibt es keine finanzielle Unterstützung für solche Fälle. Wenn Bekannte von mir, die seit 15 Jahren arbeitslos sind und auch garnicht mehr arbeiten wollen (es sei denn, es ist ein Bürojob mit einer hohen Vergütung) alle 2 Jahre einen Urlaub vom Sozialamt bezahlt bekommen und damit auch noch prahlen, frage ich mich, wie sozial gerecht ist denn das. Ich arbeite 40 Stunden in der Woche. Ich kann mir nicht jedes Jahr einen Urlaub leisten.

LIebe Frau von der Leyen, Sie als Mutter müssen doch verstehen, worum es mir geht. Bitte helfen Sie meiner Freundin.

Viele Grüße!

Katrin Lehmberg

+4

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.