Sehr geehrte Nutzer von direktzu.de/vonderleyen. Diese Plattform ist aufgrund des Wechsels an der Spitze des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) archiviert. Sie können daher keine Beiträge veröffentlichen oder bewerten. Bereits veröffentlichte bzw. beantwortete Beiträge stehen Ihnen jedoch weiterhin zu Ihrer Information zur Verfügung. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Archiviert
Autor Monika Schanz am 06. Mai 2009
1494 Leser · 9 Stimmen (-3 / +6)

Kinder und Jugend

Kindergeldkassen und die Art mit steuerzahlenden Bürgern umzugehen

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

meine Frage an Sie lautet:

Ist es korrekt, daß man einer Familie das Kindergeld streicht, obwohl alle gesetzlichen Vorraussetzungen für ein Weiterzahlen des Kindergeldes erfüllt sind?

Wir sind eine ganz normale Familie mit 2 Kindern, wobei meine Tochter, um die es hier geht, im Januar diesen Jahres 18 geworden ist.
Mein Ehemann ist, wie man so schön sagt, ein Leistungsträger unserer Gesellschaft und zahlt tüchtig Steuern (dies immer pünktlich und eigentlich auch gern).
Wir sind nun leider ziemlich entsetzt darüber, wie wir behandelt werden bei der Frage des Kindergeldes.

Meine Tochter Kathrin ist nach längeren Krankheitsphasen in der ersten Hälfte der 12. Klasse von der Schule abgegangen und hat sich sogleich um eine Praktikumsstelle bemüht. Im Februar konnte sie auch eine tolle Stelle auf 400 Euro Basis in einer Rechtsanwaltskanzlei finden mit der Aussicht, ab Herbst diesen Jahres dort in die Ausbildung zu gehen. Sie arbeitet in diesem Praktikum 27 Wochenstunden.

Wir haben uns dann bei der Familienkasse (Kindergeldstelle) in Frankfurt am Main gemeldet und alle nötigen Unterlagen angefordert.
Diese wurden von uns und der Anwaltskanzlei ausgefüllt und abgegeben, mit dem Inhalt, der Wochenstunden, der Vergütung und des in Aussicht stehenden Ausbildungsplatzes.

Da ich dann etliche Zeit keinerlei Schreiben der Kindergeldkasse oder eine Zahlung bekommen habe, habe ich dort nachgefragt, aber mehr als eine Anmahnung an den Sachbearbeiter wurde nicht weitergegeben. Dieses Spielchen habe ich dann mehrfach praktiziert, mit dem Ergebnis, daß ich nun ein Schreiben einer Mitarbeiterin bekam, daß angeblich Unterlagen fehlen würden.

Ich rief nun wiederum bei der Kasse an (immer nur ein Servicecenter mit leider schlecht ausgebildeten Mitarbeitern) und verlangte die Sachbearbeiterin zu sprechen, welches verweigert wurde. Auch einen Abteilungsleiter bekommt man nicht zu "greifen".

Wir warten nun schon seit Monaten auf unser uns zustehendes Geld.

Ist das fair? Sollten Mitarbeiter nicht zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung stehen?

Ich wollte Ihnen nur einmal diese kleine Episode berichten, von derer Sie im Internet sehr viele finden.

Sollten so Familien behandelt werden, die immer brav Zahlungen an den Staat richten?

Ich bin wirklich sehr bestürzt über die Vorgehensweise "unserer" Familienkassen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag, eine gute Zeit und viele weise Entscheidungen und ihre Umsetzung.

Beste Grüße,

Monika Schanz

+3

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.