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Autor Stephan Iseke am 09. Januar 2009
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Familie

Krankenversicherung

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

zunächst wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches neues Jahr!

Nun zu meinem "Problem":
Vor ca. 5 Jahren habe ich mich mit meiner Frau dazu entschieden mich und unsere zwei Kinder privat zu versichern. Wir hatten bis dahin eine private Zusatzversicherung und durch die private Vollversicherung ergab sich ein geringer finanzieller Vorteil und der entsprechend große Versorgungsvorteil. Meine Frau ist Krankenschwester und neben der gesetzlichen Krankenversicherung zusätzlich privat versichert. Diese Entscheidung haben wir getroffen, da ich geringfügig über den entsprechenden Jahresbruttosatz verdient habe.
In der Zwischenzeit haben wir ein weiteres Kind bekommen. Es war nicht unbedingt geplant, doch möchten wir den Sohn, der in diesem Monat 2 Jahre wird nicht mehr missen, da er einiges an Leben in die Familie bringt. Auch er musste privat versichert werden. Dieser Umstand und die Tatsache von gestiegenen Beiträgen der Krankenversicherung bewirkte, dass wir heute monatlich ca. 300€ mehr bezahlen müssen als wenn wir gesetzlich versichert wären. Zudem haben wir den Beitrag reduziert und nehmen eine Eigenbeteiligung von 150€ im Jahr in Kauf. Wir haben derzeit in Waiblingen das Glück, dass unser Sohn (als drittes Kind) kostenfrei den Kindergarten besuchen kann (in anderen Gemeinden ist das nicht möglich, da er auch erst 2 Jahre alt ist). Dennoch steht meine Frau unter ständigem Druck:
Wenn sie nicht in Teilzeit arbeitet, verliert sie den Kindergartenplatz und muß ca. 320€ Krnakenkassenbeitrag bezahlen.
Geht sie arbeiten, ist aufgrund der Arbeitszeiten (Pflegedienst) die Kindergartenbetreuung nicht ausreichend, so dass wir eine zusätzliche Kinderbetreuung benötigen. Die Belastung ist derzeit kaum tragbar (die beiden anderen Kinder sind 6 und 9 Jahre).
Bei einer Tätigkeit mit 400€ geht das gesamte Geld in die Krankenversicherung und Kinderbetreuung.
Wieso ist es in einer solchen Situation nicht möglich wieder zurück in die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln? Ich gebe zu, dass der damalige Schritt unüberlegt war, aber es kann nicht sein, dass unsere Kinder nun darunter leiden müssen? Muß ich nun zu illegalen "Tricks" greifen, damit ich wieder die Möglichkeit erhalten gesetzlich versichert zu werden? Warum ist es nicht möglich, dass zumindest der Druck von meiner Frau genommen wird zu arbeiten (bis das dritte Kind kindergartenreif ist) und in dieser Zeit gesetzlich versichert wird? Wir haben uns schon oft gefragt, warum man in einer solchen Situation gesetzlich in eine sehr schlechte finanzielle Situation getrieben wird. Meine Frau ist mit Sicherheit nicht "arbeitsfaul". Sie hat neben den Kindern Weiterbildungen gemacht die in Richtung Kursleiter Aerobic und Pilates gehen. Aber durch die jetzige Situation kann sie sich hier nicht mehr weiterentwickeln, da die Kosten für die Krankenkasse zu hoch sind. Gerade im sozialen Bereich Angestellte haben insofern einen sehr schlechten Stand.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir eine Rückmeldung geben und vielleicht einen Hinweis, wie wir aus dieser Situation herauskommen können!

Vielen Dank

Mit freundlichem Gruß

Stephan Iseke

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