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Autor Vera Pawelczyk am 09. März 2009
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Familie

Mangelde Hortplatzangebote für Grundschüler

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

ich wüsste gern, warum sie einen Rechtsanspruch für die Betreuung von unter 3-jährigen durchsetzen, wenn weder die Betreuungssituation für über 3-jährige noch für Grundschüler ausreichend ist?

Mein Sohn (geb. 2003) besucht seit dem 3. Lebensjahr den Kindergarten. Dieses Jahr kommt er in die Schule. Meine Tochter (geb. 2006) wird im Sommer 3 Jahre alt und soll ab Sommer einen Kindergarten besuchen. Da ich nach 6 Jahren Elternzeit gern wieder meine Beschäftigung aufnehmen möchte, habe ich bereits im Sommer letzten Jahres meinen Sohn für einen Hortplatz in 2 Kindergärten in Nähe der Grundschule und meine Tochter in 3 Kindergärten angemeldet. Heute habe ich von den beiden Kindergärten mit Hort-Angebot jeweils Absagen für beide Kinder bzw. für Kindergarten- und Hortplatz erhalten. In einem Kindergarten wurde nur ein Hortplatz frei; in dem anderen 3 Plätze. Diese sind bereits an Kinder vergeben, die dort bereits in den Kindergarten gehen. Nun kann meine Tochter zwar den gleichen Kindergarten wie mein Sohn besuchen, aber auch nur, weil dort der "Geschwisterkind-Bonus" gegeben wird. Ansonsten hätte ich für sie keinen Kindergartenplatz bekommen!
Mein Sohn bekommt keinen Hortplatz, so dass ich ihn täglich um 12.45 Uhr von der Schule abholen muss (Wenigstens handelt es sich um eine verlässliche Grundschule!). Mir bleiben also täglich knapp 4 Stunden, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, obwohl ich seitens des Arbeitgebers auch mehr Stunden arbeiten könnte.
Dazu kommen die Ferien mit ca. 11 Wochen im Jahr, in denen man keiner Beschäftigung nachgehen kann, weil man sein Grundschulkind zu Hause hat. Wenn sich beide Elternteile die Ferienzeiten teilen, bleibt kein Urlaubsanspruch für einen gemeinsamen Urlaub übrig, was nicht gerade familienfreundlich ist!

Ich wohne in Hannover, also einer vermeintlichen Großstadt. Trotzdem muss ich die Erfahrung machen, dass die Betreuungssituation für Kleinkinder und Grundschüler mehr als mangelhaft ist und das schon seit Jahren. Warum werden nicht endlich mehr Betreuungsangebote zur Verfügung gestellt, die den Eltern die Möglichkeit geben, eine für den Lebensunterhalt ausreichende Beschäftigung nachzugehen?! Gleichzeitig würden jede Menge Arbeitsplätze geschaffen. Sogar noch mehr, wenn der Betreuungsschlüssel in den Kinderkrippen und Kindergärten, der meines Erachtens zu gering ist, erhöht würde.

Ich wünsche mir von Ihnen als Politikerin, Frau und Mutter mehr Engagement in dieser Sache!

Freundliche Grüße

Vera Pawelczyk

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