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Autor Karen Schulz am 06. Februar 2009
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Kinder und Jugend

Neugründung Kindergarten sehr schwierig

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

wir sind eine Gruppe von 12 Elternhäusern mit 14 Kindern, welche sich von einem bestehenden Waldorfkindergarten (NRW) abgesplittet haben, da die dortigen Verhältnisse nicht mehr unserem Bild von Kindergarten, Vorbildfunktion für unsere Kinder, etc. entsprachen. (Betrug, Täuschung, Mobbing, Uneinsichtigkeit, alles verstärkt durch ein Kollegiumsmitglied als gleichzeitig federführendes Vorstandsmitglied)

Als wir damals beim zuständigen Jugendamtsleiter diesbezüglich anriefen, riet er uns, wir sollten einen eigenen KiGa gründen, da könne er uns mehr helfen als bei solchen internen Problemen. Ebenso erging es uns beim DPWV.

Als dann die von unseren Kindern geliebte Erzieherin und zwei Elternhäuser einfach so gekündigt wurden, weil sie sich dem Mobbing widersetzen wollten, haben wir uns zusammen getan, gekündigt und kurzfristig eine Übergangslösung für unsere Erzieherin und die Kinder gefunden. Zur Zeit (seit vier Monaten nutzen wir Räumlichkeiten auf dem Bauernhof eines unserer Elternhäuser als Kindergarten. Hier fühlen sich alle sehr wohl, aber eben nur als "Durchgangs-Situation".

Nun möchten wir zum Wohle der Kinder einen eigenen KiGa gründen, in unserer oder einer Nachbarstadt. Wir hätten schon eine Gruppe voll, haben jede Menge Interessenten (durch Anzeigen und Unterschriftenlisten), haben schon eine Immobilie, ein Konzept für einen naturnahen oder Wald-Kindergarten, aber egal wo, Jugendämter oder Stadt, uns werden Steine über Steine in den Weg gelegt. Man hält uns hin, ist nie erreichbar, versucht unsere Gruppe durch Pseudo-Angebote an einzelne Elternhäuser zu sprengen, in der Hoffnung uns irgendwie mit der Zeit los zu werden.

Uns ist es wichtig, dass die Kinder als Gruppe zusammenbleiben, egal ob wir als Waldgruppe an einem bestehenden KiGa angehängt werden oder eben im Bestfall etwas Eigenes gründen können. Und natürlich ist uns auch die Zukunft unserer Erzieherin sehr wichtig, vor allem im Zusammenhang mit unseren Kindern.

Das Geld, welches dem Waldorfkindergarten abgezogen wurde durch unser Verlassen sollte doch eigentlich uns jetzt zur Verfügung stehen können. Aber hier ist man der Meinung, dass unsere Stadt keinen neuen KiGa braucht, obwohl es definitiv jetzt und auch im Sommer keine Plätze gibt.

Sie schreiben auf Ihrer Seite

"Denn nur gemeinsam können wir die Förderung der ganz Kleinen wirklich verbessern."

Frau von der Leyen, diese Gemeinsamkeit suchen wir hier vergebens, im Gegenteil, wir werden sogar von anderen KiGas angefeindet wegen unseres Waldorf-Hintergrundes, der uns überhaupt nicht wichtig ist, wir wollen auch keinen Waldorfkindergarten gründen. Man bekommt das Gefühl, dass die Ämter und Institutionen auf gar keinen Fall mit engagierten, vielleicht ehemals "rebellischen" Eltern zusammen arbeiten möchte, obwohl wir doch sozusagen schon ein Komplettpaket anbieten könnten. Selbst der DPWV lässt uns sprichwörtlich hängen.

Bitte helfen Sie uns, unseren Kindern, unserer Erzieherin.
Wo sind die kompetenten Ansprechpartner, wo liegen die Gelder, wo sollen unsere Kinder im Sommer hin, wo könnten sie jetzt sein, wenn wir uns nicht selbst organisieren würden? Wir haben doch einen gesetzlichen Anspruch auf Plätze.

Es kann doch nicht sein, dass man alles mit sich machen lassen muss, wo sind wir dann die Vorbilder für unsere Kinder, wenn keiner mehr für sich und die Gesellschaft kämpft? Ich spreche hier nicht von Gewalt, Verlangen oder sonstigem, ich möchte nur für diese Kinder eine Zukunft.
Und diese Zukunft liegt sicher nicht getrennt in überfüllten Gruppen, mit einem Konzept, welches wir Natur-Eltern nicht annehmen möchten.

Ich würde mich wirklich sehr über eine Stellungnahme, ja Hilfe von Ihnen freuen.

Mit freundlichem Gruß

Karen Schulz für
Die Hofwichtel

PS: Aus Rücksicht auf die verbliebenen Eltern im Waldorfkindergarten habe ich hier nicht die Stadt genannt, um welche es geht. Gerne teilen ich Ihnen mehr mit in einer nicht-öffentlichen Email oder einem anderen Kontakt.

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