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Autor Gabriele Schäfer am 19. März 2009
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Sonstiges

Patchwork-/Stieffamilie

Guten Tag,

heute möchte ich Ihnen die Frage stellen, wie Sie die Position von Stiefelternteilen einschätzen!?
Mir scheint, dass die "Stiefs", egal ob männlich oder weiblich, ziemlich "stiefmütterlich" behandelt werden im Zusammenhang mit der Erziehung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen.

Nicht nur, dass sie angeblich nur "Teilaufgaben" im Alltagsleben mit den Kindern übernehmen (ha,ha!, steht so in dem Beitrag "Die Dramaturgie der Besuche" aus dem Familienhandbuch)), sondern auch noch bei öffentlichen Stellen oder Arztbesuchen aussen vor gehalten werden.
Da das Kind in den eigenen Alltag eingebunden ist, teilt man automatisch die Aufgaben mit seinem Partneauf, das bedeutet nicht nur zur Schule bringen und holen, zum Sport begleiten etc, sondern auch zum Arzt. Da tun sich echte Schwierigkeiten auf!
Vor allem, wenn, wie in diesem Fall die Mutter, der andere Elternteil blockt.
Wie stellen Sie sich das denn in der Familie vor: soll der Stief" dann freundlich und weise lächelnd dem Kind über den Kopf streicheln und sagen, Papa/Mama sind zuständig, ich darf jetzt leider nicht...oder wie?
Mir scheinen viel dieser Tipps im Familienhandbuch unrealistisch. m Zusammenleben ist aus meiner Sicht der Mensch vor Ort gefragt, egal ob leiblicher Elternteil oder nicht, wenn es um die Belange des Kindes geht.
Es gibt mehr problematisches Verhalten bei der Ausübung des Umgangsrechts als viele meinen.Ich verweise auf das Verhalten vieler Mütter den Vätern gegenüber, die ihre Kinder negativ beeinflussen bzw. sogar entziehen.
In unserem Fall hat sich die Kindsmutter innerhalb von 14 Tagen entschieden, den 9jährigen Sohn zu uns zu geben und es nicht für nötig gehalten, irgendwelche Absprachen im Vorfeld zu treffen und ist zu ihrem neuen Partner nach Frankfurt gezogen (ca. 100km von uns entfrent). Sie hat sich nicht dafür interessiert, wie es mit der Schule weitergeht, wie die Wochenendregelung aussehen soll im einzelnen (14tägige Besuche schon vorgesehen) und verlangt nun noch, dass wir den Jungen zu den von ihr vorgegebenen Zeiten in Frankfurt abliefern. Unterhalt will sie auch nicht zahlen.
Und zum Schluss stört sie uns an dem freien Sonntag mit mehreren Anrufen, um den Jungen vor der bvereinbarten Zeit in mraburg abzuliefern und verlangt einen Hausschlüssel, damit er bei Nichtanwesenheit von uns schon mal in die Wohnung kann...
So, und nun? Das Jugendamt scheint sich mit mir darüber nicht unterhalten zu wollen. Und wie kommt es, das Mütter und Väter scheinbar mit zweierlei Maß gemessen werden in Sachen Umgang?
Die Kindmutter drohte uns mit Polizei, falls wir das Kind nicht ihren Wünschen entsprechend abliefern, da soll ich nicht den Mund aufmachen?
Es ist schon schwer genug, dem Jungen gegenüber die Mutter zu "entschuldigen" oder ihn immer wieder aufzufordern, den Besuch wahrzunehmen.
Ich finde, das Thema Stieffamilie verdient Aufmerksamkeit in zunehmendem Maße!
Zum Wohle des Kndes, aber auch zum Wohle der Partnerschaft.
Ich freue mich über ein kurzes Statement zu meinem Anliegen!
Freundliche Grüsse
G. Schäfer

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