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Autor Uwe Hartmann am 14. Mai 2009
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Familie

Todesfall in der Familie

Sehr geehrte Frau von der Leyen!

In ein paar kurzen Sätzen möchte ich Ihnen meine Situation schildern!

Mein jüngster Sohn Yannick (10 J.) ist am 09.08.08 leider verstorben.
Er war an einem eosinophilen Syndrom erkrankt. Die Grunderkrankung war
bis zum letzten Tag nicht definierbar. Also hat man ihn seit 2005 mit
sehr vielen Medikamenten behandelt, u.a. auch mit Cortison.
Seit Ausbruch der Krankheit hat er viele Wochen und Monate im
Krankenhaus verbracht.
Es ging ihm immer besser, wenn er eine gewisse Dosis Cortison hatte.
Aber leider sind die Nebenwirkungen, gerade für ein Kind enorm.
Dennoch haben wir versucht mit der Krankheit unseres Kindes umzugehen.
Trotz der langen Krankenhausaufenthalte und seiner Einschränkungen hat
er es immer wieder geschafft, den Klassenabschluss zu meistern.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er tapferer und mutiger war als
seine Eltern.
Trotz neuem Medikament, welches er zu Beginn 08 bekommen hat,
stellte sich keine Besserung ein.
Unser Sohn war vernarrt in die Ostsee.
Da er u.a. auch Asthma hatte, war jedes Jahr unser Ziel .
2008 sind wir auf die Insel Usedom gefahren.
Aus den anderen Jahren mussten wir, dass es ihm nach ein paar Tagen
Seeluft immer besser ging.
Doch dieses stellte sich 2008 nicht ein.
Im Gegenteil, am 09.08.08, zw. 04:00 - 05:00 Uhr ist mein Sohn
neben seiner Mutti ganz friedlich eingeschlafen. Die genauen Umstände
möchte ich hier weg lassen.
Für uns brach an diesem Tag die Welt zusammen.
Aber das ist nicht mein eigentliches Anliegen.
Vielmehr geht es mir um meinen zweiten Sohn Nico.
Er ist im August 18 J. geworden.
Zum 01.08.08 hat er eine schulische Ausbildung zum Medizinischen
Bademeister und Wellnesstherapeut begonnen.
Es war schon seit Jahren sein Wunsch in diesen Beruf zu erlernen.
Da es sich hier aber um eine schulische Ausbildung handelt, war uns
auch bekannt, dass wir Schulgeld bezahlen müssen.
Also haben wir uns im Vorfeld die Summe der schulischen Ausbildung von
der Medi-Z (Ausbildungstelle) geben lassen und haben beim Bafög -Amt
angefragt ob wir Bafög-Berechtigt sind.
Wir haben die entsprechenden geforderten Unterlagen vorgelegt und eine
positiven Vorentscheid als Ausdruck erhalten.
Mit diesen Voraussetzungen haben wir den entsprechenden Vertrag mit vereinbart.
Nun ist wie oben beschrieben leider unser jüngster Sohn verstorben.
Die Änderung haben wir dem Bafög-Amt mitgeteilt.
Nun gab es eine Neuberechnung des Antrages und plötzlich sind wir
nicht mehr Bafög-Berechtigt.
Was sollten wir nun tun?
Leider war eine Kündigung des Vertrages so ohne weiteres
nicht möglich.
Es wurde ein neuer Finanzierungsplan erarbeitet.
Leider kann es aber nicht so weiter gehen.
Leider bin ich in meiner Familie der Alleinverdiener. Meine Frau ist
nach einem Arbeitsunfall arbeitslos..
Meine Frau hat eine 20%-ige Behinderung.
Gleichzeitig müssen wir aber auch die Kosten der Beerdigung aufbringen.
Leider hat unser Geld nie zum sparen gereicht.
Um weitere Unterstützung zu erhalten, haben wir auf Anraten von Bekannten und einen Seelsorger, einen Antrag beim Sozialamt am Sterbeort zur Unterstützung bei den Bestattungskosten gestellt.
Dies war im Sep. 08!
Leider ist dies immer noch nicht abschließend behandelt!
Warum wende ich mich an Sie , sehr geehrte Frau Familienministerin?
Meine Hoffnung ist, dass Sie eine Möglichkeit sehen, dass mein Sohn
seine Ausbildung beenden kann, ohne dass er sie abbrechen muss.
Vielleicht sehen Sie Möglichkeiten hier eine Förderung oder eine
Unterstützung zu bekommen!
Es wäre für uns sehr hilfreich!
Auch ein Abschluß des Antrages auf Beteiligung an den Bestattungskosten wäre ganz hilfreich!

Hochachtungsvoll

Uwe Hartmann

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