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Autor B. Pommerening am 27. März 2009
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Familie

Versetzung aufgrund der Familienzusammenführung

Sehr geehrte Frau von der Leyen,
ich wende mich mit einem sehr persönlichen Anliegen an Sie. Es ist mir wichtig, Ihnen unsere Situation einmal zu übermitteln, damit auch Sie erfahren, wie in unserem so familienfreundlichen Deutschland mit Familien umgegangen wird.
Mein Mann und ich sind beide Lehrer mit einer Verbeamtung auf Lebenszeit. Wir üben unsere Berufe mit viel Hingabe und Engagement aus. Unsere Arbeitsstätten und somit auch unsere Wohnorte liegen über 110 km weit auseinander. Im letzten Jahr beschlossen wir, ein Kind zu bekommen. Unser Sohn wurde im Oktober 2008 geboren. Ich habe Elternzeit bis Sommer 2009 Elternzeit beantragt, muss aber dann aus finanziellen Gründen wieder an meiner Schule arbeiten. Da wir ab Sommer diesen Jahres endlich zusammen leben wollten, hat mein Mann einen Versetzungsantrag gestellt. Der Düsseldorfer Personalrat hat sich für uns eingesetzt, die Schule und das zuständige Schulamt haben ihr Einverständnis gegeben und wir hatten sogar eine Schule mit Bedarf gefunden, die sehr dringend daran interessiert war, meinen Mann aufzunehmen. Trotz dieser guten Voraussetzungen wurde der Antrag kürzlich zu unserem Entsetzen und ohne plausible Begründung von Düsseldorfs Dezernenten abgelehnt! Auch Nachverhandlungen wurden gänzlich abgeblockt. Das bedeutet für uns als Familie mindestens ein weiteres Jahr der Trennung bzw. noch weniger gemeinsame Zeit, da mein Sohn und ich aufgrund meiner Arbeit nicht, wie in diesem Schuljahr noch, auch unterhalb der Woche Zeit mit meinem Mann verbringen können.
Es ist für uns völlig unverständlich, warum das Zusammenleben einer Familie und das Glück eines Kindes hier so wenig zählt. Wie kann es sein, dass überall darüber diskutiert wird, wie man Familien unterstützen kann und uns, als Angestellten des Landes, so ein Anliegen verwehrt wird? Inwiefern haben Sie Einfluss auf solche Entscheidungen? Sind Sie in der Lage, sich für uns einzusetzen? Welche Möglichkeiten haben wir?
Es würde uns sehr freuen, wenn Sie in irgendeiner Form auf unser Anliegen reagieren würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Birgitta, Carsten und Jonas Pommerening

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