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Autor Siri Prenz am 24. Februar 2009
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Gleichstellung

Wie lange ertragen?

Liebe Frau Dr. von der Leyen,

Wir sind Kolleginnen und ich kann Ihre Antworten aus dem EMMA-Interview und anderen Interviews bezüglich Ihrer medizinischen Karriere so gut nachvollziehen. Seitdem ich ein Kind habe, er ist jetzt zwei, kämpfe ich nur noch. Ich kämpfe für mein standing, dafür, ernst genommen zu werden im Beruf, dafür, meine Lebensfreude nicht zu verlieren, obwohl ich aufgrund meiner Mutterschaft und Arbeitskraft eigentlich Grund genug hätte, stolz zu sein.
Wie lange hätten Sie durchgehalten, wären Sie nicht nach Stanford gegangen? Ich kann nämlich bald nicht mehr, nicht weil ich überfordert wäre, sondern weil ich als Ärztin im Krankenhaus in einer noch Männerdisziplin nicht ernst genommen werde.
Dies ist eine persönliche und keine politische Frage, aber es betrifft das Dilemma im Kern. Wertschätzung statt Neid und Kleinmachen der arbeitenden Frau. Förderung statt Kaltstellen. Sie haben es geschafft, ihre positive Ausstrahlung gibt mir Hoffnung.
Ich zweifle manchmal so sehr.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. S. Prenz

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