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Autor Sophie Gronwald am 12. März 2009
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Kinder und Jugend

Wohin mit meinem kranken Kind, wenn ich arbeite?

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

ich habe ein dringendes Anliegen an Sie

Ich bin 33 Jahre alt und in einem mittelständischen Unternehmen als Assistenz der Geschäftsführung tätig. Diese Arbeit sehr verantwortungsvoll und zeitlich fordernd. Ich bin alleinerziehend, meine Tochter, vier Jahre alt, hat Neurodermitis und Asthma. Dadurch ist sie sehr krankheitsanfällig und kann oft die Kita nicht besuchen. Wir haben keine Verwandten in Berlin.
Theoretisch habe ich 20 Tage im Jahr Anspruch auf Lohnersatzleistung durch die Krankenkasse. Praktisch gesehen kann ich diese Tage nicht wahrnehmen, da meine Arbeit nicht einfach einer anderen Person übertragen werden kann.
Mein Arbeitgeber hat mir inzwischen mit Kündigung gedroht, wenn ich die Betreuungssituation meiner Tochter nicht verbessern kann. Ich kann aber keinen privaten Babysitter bezahlen, schon gar nicht eine qualifizierte Kraft, die mein Kind bei Krankheit betreut.
Hier ist eindeutig eine Lücke in der Gleichbehandlung von Alleinerziehenden.
Eine Lösung wäre, wenn Krankenkasse oder Jugendamt bei Alleinerziehenden für einige Tage die Kosten einer Krankenschwester übernähmen. Das ZDF brachte vor einiger Zeit einen Bericht über ein derartiges Pilotprojekt in Belgien.
Oder stehe ich mit meinem Problem alleine da und andere Mütter bleiben dann einfach zuhause?

Mit freundlichen Grüßen,
S. Gronwald

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