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Autor M. Gründler-Schätzke am 09. Juli 2009
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Gleichstellung

Wohnungssuche - Kinder unerwünscht

Sehr geehrte Frau von der Leyen,

als alleinerziehende Mutter wohne ich mit meinen 4 Kindern im Alter von 6, 9, 12, und 16 Jahren in einer Gemeinde mit fast 6400 Ein-
wohnern.
Nach Trennung, Frauenhaus und Verkauf des Eigenheimes zog ich mit meinen Kindern als vorübergehende Notlösung in eine Wohnung in einen Mietsblock. Schon nach wenige Tagen begann für uns ein menschenverachtender Terror durch eine sehr unangenehme Person aus dem Nachbarblock. Pöbeln, Bedrohungen, Zerstörte Autoreifen, fotografieren der Kinder (auch in die Wohnräume), Steine
werfen, perverse Beleidigungen gegen meine große Tochter, Demütigungen der Kinder aller Art und Mordandrohungen sollten von nun an zu unserem Alltag gehören.
Also begab ich mich auf die Suche nach Kindgerechtem Wohnraum.
Diese Suche dauert jetzt schon 3 Jahre.
Niemand will Kinder wohnen lassen. Erst gestern bekam ich die Standartausrede für ein bezahlbares Häuschen mit 4,5 Zimmern:
"Für Kinder nicht geeignet".

Inzwischen ist unser Wohnblock fast leer. Die nächsten ziehen bald aus, und niemand mag mehr einziehen.

Es wurden von verschiedenen Anwohnern Strafanzeigen gestellt, die Kripo und der Weisse Ring sind eingeschaltet.

Auch beim Bürgermeister und Bürgervorsteher unserer Gemeinde, die eine Auszeichnung als Kinder-, jugend-und familienfreundlich
erhielt, habe ich das Problem geschildert und um Hilfe gebeten.

Warum sind Kinder in dieser Gesellschaft nur ein lästiges Anhängsel?

Kinder muss man nicht nur fördern und betreuen. Erst einmal sollten sie existieren dürfen, zur Not auch mal nebenan.

Hochachtungsvoll

Gründler-Schätzke

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