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Beantwortet
Autor Matthias Broda am 13. März 2009
7441 Leser · 0 Kommentare

Wirtschaft

Investitionen unmöglich

Sehr geehrter Herr Wolff,
vielleicht erinnern Sie sich noch an Ihren Besuch in unserem Unternehmen, der System 180 GmbH in Berlin Schöneberg, wir produzieren Regale. Wir haben im letzten Jahr im Juli einen S-Bahnbogen in der Magarete-Steffin-Strasse Bogen 250 gemietet, gegenüber dem Paul-Löbe-Haus, also mitten in der Stadt, wir wollen unser System dort direkt vertreiben und nebenbei 2 weitere Arbeitsplätze schaffen. Nun zu unserem Problem, alle Versorgungsleitungen wurden aus diesem Strassenabschnitt entfernt, wir haben uns bereits Strom legen lassen, wir haben nachdem die Wasserwerke uns 78.000€ für einen Anschluss abknöpfen wollten, den langen weg über die Behörden gemacht und einen Brunnen gebohrt, wir haben seit 4 Wochen Wasser aus einem eigenem Brunnen. Wir haben in zähen Verhandelungen mit der Gasag einen vernünftiges Angebot bekommen um uns eine Gasleitung in den Bogen legen zu lassen. wir wollten am 1.12.2008 eröffnen, jetzt wo wir endlich alle Versorger am Start haben, macht uns die Landesvertretung von Sachsen-Anhalt Schwierigkeiten, denn die einzige Möglichkeit ein kleines Edelstahlrohr hinaus zu führen, für die Gastherme, führt in den Hof der Landesvertretung (Rückseite des Bogens). Die Landesvertretung hat auf Nachfrage unseres Architekten sofort mit einstweiliger Verfügung Baustopp etc. gedroht. Es ist mir völlig unverständlich was das soll, die Gastherme produziert doch keinerlei Gerüche, sondern nur ca. 40° warme Luft. Ich würde mich freuen, wenn Sie in dieser Angelegenheit uns etwas unterstützen könnten, ich weiss Sie sind sehr beschäftigt, aber hier geht es ja auch ein wenig ums Prinzip, es kann doch einfach nicht wahr sein, dass man mitten in Berlin einen Geschäft eröffnen will und solche Hürden nehmen muss, wir werden unseren Laden sowieso nur mit einem Jahr Verspätung eröffnen können, die Lust am Investieren ist in unserem Unternehmen nach diesem Frust auf dem Nullpunkt gelandet. Daher wären wir für jede Hilfe dankbar.
Mit freundlichen Grüssen
Matthias Broda

Antwort
von Harald Wolf am 22. April 2009
Harald Wolf

Sehr geehrter Herr Broda,

vielen Dank für Ihre Mail. Gerne erinnere ich mich an meinem Besuch bei Ihnen im Juni 2003. Damals überlegten wir, wie man auf Ihre innovative Produktlinie noch mehr Aufmerksamkeit lenken kann. Auch 2005 und 2008 gab es Kontakt, zum einen wegen der Brückendurchfahrtshöhe zu den auch von Ihnen genutzten Gewerbehöfen und zum anderen wegen der geplanten Brunnenbohrung. Es freut mich sehr zu hören, dass Sie inzwischen weiter expandieren und Ihren Vertrieb ausbauen.

Wie ich weiß, haben Sie fast zeitgleich zu dieser Plattform auch direkt mit der Zentralen Anlauf- und Koordinierungsstelle für Unternehmen (ZAK) in meiner Verwaltung Kontakt aufgenommen.
Die ZAK vermittelt Kontakte in die Berliner Verwaltung und andere relevante Institutionen und kümmert sich um die Koordinierung von komplexen Genehmigungsverfahren. Sie bietet neben Erstberatung auch Moderation bei festgefahrenen Situation zwischen Unternehmen und den Berliner Behörden und sucht nach Möglichkeit mit allen Beteiligten nach einer praktikablen Lösung, um Investitionsvorhaben nicht zu gefährden (weitere Informationen und Kontakt unter: www.berlin.de/zak).

Auch wenn es sich bei der aktuellen Gasthermenproblematik eher um ein "Nachbarschaftproblem" zu handeln scheint, sind Sie bei der ZAK in den richtigen Händen, um zu prüfen, ob hier eine Unterstützung möglich ist. Ich hoffe sehr, dass alsbald eine Lösung gefunden werden kann. Ich lasse mich über den Fortgang der Abgelegenheit informieren.

Mit besten Grüßen
Harald Wolf