Beantwortet
Autor Renate Franken am 27. Dezember 2017
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Sonstige Themengebiete

Schadensersatz Konverter Gohr

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir hatten ein Grundstück mit Einfamilienhaus in Nähe zum Konverterstandort Gohr. Wegen der unklaren gesetzlichen Lage und der Nähe zu unserem Grundstück haben wir dieses Im Februar 2016 verkauft. Nunmehr ist der Standort Gohr ganz weggefallen, obwohl er im Jahre 2016 als erster Standort im Gespräch war. Aus Sorge um unsere Gesundheit und auch wegen des Vermögensverfalls haben wir den Verkauf durchgeführt. Nunmehr sind wir sehr traurig, dass uns das Haus auf diese Weise genommen wurde, weil so viel Unklarheit in der Presse und auch von Amprion verbreitet wurde.
Unser Haus war unser ganzer Stolz und wir wollten dort unseren Lebensabend verbringen. Den finanziellen Schaden kann man überhaupt nicht beziffern.

An wen kann man sich wenden wegen Schadensersatz?

Mit freundlichen Grüßen
Renate Franken

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Antwort
von Joëlle Bouillon am 07. Februar 2018
Joëlle Bouillon

Sehr geehrte Frau Franken,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Dass Sie sich durch die Medienberichterstattung zur Konverterstandortsuche im Rhein-Kreis Neuss verunsichert fühlten, bedauern wir. Seitens Amprion haben wir in den vergangenen Jahren das Standortsuchverfahren für den Konverter transparent geführt und Dialogveranstaltungen vor Ort angeboten. Wir haben stets deutlich gemacht, dass keinerlei gesundheitliche Risiken von der Konverteranlage ausgehen. Zudem haben wir seit 2014 unsere Präferenz für die Dreiecksfläche in Kaarst für den Bau des Konverters betont, die wir auch bereits erworben haben. Nach wie vor setzen wir uns für die dortige Realisierung ein. Gohr hingegen war nie „erster Standort“ für uns.

Entschädigungen sind im Stromnetzausbau beim Kauf von Grundstücken zur Realisierung von Umspannanlagen auf diesen Grundstücken oder für die Nutzung von Grundstücken zum Beispiel für den Bau von Strommasten üblich. In Ihrem Fall gibt es leider keinen Anspruch auf Schadensersatz.

Wir bedauern, Ihnen keine andere Auskunft geben zu können.

Mit freundlichen Grüßen,

Joëlle Bouillon
Projektsprecherin